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Tödliche Schüsse auf Singschwäne - Tierschützerin stellt Anzeige

 Ein Singschwan, der sich von seinen Schussverletzungen erholt hat
Ein Singschwan, der sich von seinen Schussverletzungen erholt hat © Foto: Jüdpa
dpa / 15.12.2016, 14:48 Uhr
Pritzwalk (dpa) Drei tote Singschwäne und ein schwer verletztes Tier - Taten eines "Vogelhassers" in der Prignitz? Eine Tierschützerin hat jetzt Anzeige gegen Unbekannt gestellt, erklärte Angie Löblich von der Wildtier-Auffangstation Struck (Prignitz). Zuvor hatte die "Märkische Allgemeine" (Donnerstag) berichtet. "Es wurde auf zwei Singvögel im Janaur und zwei im November geschossen", erklärte Ornithologe Jürgen Kaatz. Ein Weibchen konnte mit intensiver Pflege noch gerettet werden. "Die Dunkelziffer getöteter Tiere liegt bestimmt viel höher", meinte Löblich. Die Pressestelle der Polizei konnte zu dem Fall zunächst keine Angaben machen.

Der Singschwan ist eine streng geschützte Vogelart und überwintert in deutschen Gefilden. "Seine angestammte Reviere liegen im Baltikum, Finnland und bis hinter den Ural", sagte Kaatz. "Es ist eine absolute Sauerei, diese Tiere einfach abzuschießen", betonte der Ornithologe. Wer hinter den Abschüssen steckt, ist unklar. "Es können unausgelastete Jäger sein, Landwirte, die ihre Felder schützen wollen, oder einfach nur Singschwan-Hasser", so Kaatz. An ein Versehen von Jägern glaubt der Biologe nicht.

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