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Trompeten-Gesänge ganz in weiß

Der Singschwan sieht dem Höckerschwan sehr ähnlich. Allerdings hat er einen gelben Schnabel mit schwarzer Spitze. Die Singschwantage sind auch in diesem Jahr ein Muss für Liebhaber dieses Schauspiels.
Der Singschwan sieht dem Höckerschwan sehr ähnlich. Allerdings hat er einen gelben Schnabel mit schwarzer Spitze. Die Singschwantage sind auch in diesem Jahr ein Muss für Liebhaber dieses Schauspiels. © Foto: Nationalpark Unteres Odertal
24.01.2017, 10:49 Uhr
Criewen Es ist ein ganz besonderes Konzert, wenn die melancholischen, teils kräftig trompetenartigen Rufe der weiß gefiederten Singschwäne im Nationalpark Unteres Odertal ertönen. Die flache Flusslandschaft westlich und östlich der Oder ist um diese Jahreszeit ein beliebter Rastplatz für diese Vögel. Eine gute Gelegenheit, sie zu beobachten, gibt es während der 11. Singschwantage vom 10. bis 12. Februar im Nationalpark Unteres Odertal in der Uckermark.

Der Singschwan sieht dem Höckerschwan sehr ähnlich. Allerdings hat er einen gelben Schnabel mit schwarzer Spitze. Noch auffallender sind aber die Unterschiede in der Stimme. Der Höckerschwan gibt nur selten Töne von sich, die eher leise klingen. Die Laute der Singschwäne klingen hingegen angenehm und sind schon von Weitem zu hören. Abhängig vom Verlauf der Witterung überwintern im Unteren Odertal regelmäßig Singschwäne in großer Zahl. Zwischen 500 und 1.500 werden in jedem Jahr im Nationalpark Unteres Odertal gezählt.

Die größten Ansammlungen von Singschwänen sind dort in den Monaten Februar und März zu beobachten. In dieser Zeit finden sie sich zu Paaren zusammen und von nun an erklingen zudem verstärkt ihre weit hörbaren Rufe. Der Nordosten Deutschlands ist besonders für russische, baltische und polnische Brutvögel das wichtigste Winterquartier. Erst bei Vereisung der Gewässer oder wenn ihre Nahrung unter einer Schneedecke verborgen bleibt, weichen sie weiter nach Westen aus.

Während der 11. Singschwantage haben Besucher die Gelegenheit, bei Exkursionen mit Mitarbeitern der Naturwacht und der Nationalparkverwaltung den Tieren nahe zu kommen. Zusätzlich vermitteln Vorträge im Nationalparkzentrum in Criewen Wissenswertes rund um die weiß gefiederten Vögel mit der beeindruckenden Stimme. (pm/db)

(Das Nationalparkzentrum in Criewen bei Schwedt/Oder ist per Bahn mit dem Regionalexpress RE 3 von Berlin zu erreichen. Weiter geht es dann mit der Nationalparklinie 468 der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft; Kontakt-Tel.: 03332/2677-201)

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