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Leitungsschaden
Tarmow ohne Telefon und Internet

Rauswählen nicht möglich: Tarmow war vom Telefonnetz wortwörtlich abgeschnitten.
Rauswählen nicht möglich: Tarmow war vom Telefonnetz wortwörtlich abgeschnitten. © Foto: Marc Müller
Markus Kluge / 15.07.2019, 16:42 Uhr
Tarmow (MOZ) Die Einwohner von Tarmow waren seit Freitag mehr denn je auf ein sehr gutes Mobilfunknetz angewiesen. Bei Tiefbauarbeiten am Freitag an der Autobahn 24 ist ein Kabel der Deutschen Telekom zerstört worden, wodurch das gesamte Dorf vom Telefon-Festnetz und vom Zugang zum Internet abgeschnitten war. Während die Deutsche Telekom am Montag davon ausging, den Schaden bis zum Abend behoben zu haben, hieß es gegenüber dem Fehrbelliner Ordnungsamt, dass erst heute die Verbindung wieder stehen soll.

Wie Fehrbellins Ordnungsamtsleiter Peter Wolski am Montag sagte, war das Kabel am Freitagnachmittag versehentlich gekappt worden. Seine Behörde informierte daraufhin Ortsvorsteher Detlef Petzke. "Ich konnte einfach nur noch einen Zettel in den Schaukasten hängen, damit die Leute überhaupt wissen, was los ist", so der Ortsvorsteher. Knapp 80 Haushalte und mehrere kleine Unternehmen waren von dem Schaden betroffen. Petzke und Ordnungsamtsleiter Wolski hoffen, dass jeder im Ort für den Notfall ein Mobiltelefon hatte. "Da merkt man erst einmal, wie abhängig man davon ist. Wir sind froh, dass es nicht das Gewerbegebiet betroffen hat", so Wolski.

Für Unternehmer Norbert Riestock in Tarmow, der im Ort Fenster, Türen und Wintergärten vertreibt, glich die Störung einer Katastrophe. Er hatte es zwar noch geschafft, Festnetzanrufer auf sein Handy umzuleiten. Die wichtigen Verbindungen via Internet waren aber nicht möglich. "Ich kann nicht einmal eine Überweisung machen", ärgerte sich Riestock. Warum die Leitung tot ist, habe er nicht aus dem Schaukasten, sondern durch Gerüchte erfahren.

Der Netzanbieter arbeitete am Montag mit Hochdruck noch an der Behebung des Schadens. Wie Susanne Bruns von Telekom mitteilte, war bis zum Nachmittag bereits ein neues Kabel verlegt worden und die Mitarbeiter hatten damit begonnen, die einzelnen Kanäle wieder zu verbinden.

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