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Elektromobilität
Mit E-Choppern zum einsamen Strand

Nahezu geräusch- und emissionsfrei durch die Tonstichlandschaft kreuzen: Vanessa Müller, Tochter von Hafenmeister Christian Moser, hat auf dem E-Chopper schon mal Platz genommen.
Nahezu geräusch- und emissionsfrei durch die Tonstichlandschaft kreuzen: Vanessa Müller, Tochter von Hafenmeister Christian Moser, hat auf dem E-Chopper schon mal Platz genommen. © Foto: Martin Risken
Martin Risken / 06.06.2019, 18:04 Uhr - Aktualisiert 07.06.2019, 16:59
Mildenberg (MOZ) Auf der weltweit größten Publikumsmesse für Tourimus und Freizeit, der CMT in Stuttgart, fielen Thomas Kaftan und seiner Frau Siegrid die E-Chopper sofort ins Auge. Schon seit längerem waren sie auf der Suche nach der Möglichkeit, den Gästen ihres seit 15 Jahren bestehenden Kanuverleihs "Wallapoint" in der Zehdenicker Tonstichlandschaft eine Alternative zu bieten. Denn wer eine Tagestour mit dem Kanu auf der Havel unternommen und an einem weiteren Tag vielleicht noch den Ziegeleipark Mildenberg besucht hat, soll sich am dritten Tag keineswegs langweilen. So könnte es auf jeden Fall gelingen, Gäste länger in der Region zu halten, ist Thomas Kaftan zuversichtlich, dass das Angebot bald gut nachgefragt sein wird.

Nahezu geräuschfrei

Mit den nahezu geräusch- und emissionsfreien Elektro-Motorrädern lässt es sich herrlich durch die Seen-Landschaft nördlich von Zehdenick cruisen. Und das ist auch die Empfehlung des Verleihers. Eine solche Tagestour könnte am Wallapoint beginnen. Über Burgwall, wo die Cruiser in die Gaststätte "Zur Fähre" einkehren können, kann die Fahrt weiter gehen bis in den Süden der Tonstichlandschaft nach Neuhof. Unterwegs gebe es diverse Möglichkeiten, einen der vielen wilden Badestrände mit dem E-Chopper anzusteuern.

Cruisen statt rasen

30 bis 40 Kilometer ließen sich so ganz bequem an einem Tag zurückzulegen. Und wer ein gemähliches Tempo fährt und nicht rast, der könne auch sicher sein, dass die Stromladung durchhält. Maximal 60 Kilometer sind laut Hersteller möglich,  maximal sind 45 Kilometer pro Stunde machbar. "Wer aber nur Vollgas gibt, steht nach zwei Stunden ohne Saft da", mahnt Thomas Kaftan.

"Die E-Chopper sind noch ein absoluter Geheimtipp in Deutschland", sagt Thomas Kaftan. Vor wenigen Wochen erst seien die ersten 90 Modelle der Marke "Schobba" aus China geliefert worden. "Wir sind wahrscheinlich die ersten, die das Motorrad in Brandenburg zum Verleih anbieten", so Kaftan. Dennoch ist die Investition erst einmal ein Wagnis. Der Stückpreis liegt bei rund 3 200 Euro. Die Motorräder können mit Pkw- oder Moped-Führerschein ab 16 Jahren gemietet werden. Es gibt eine Helmpflicht. Die Motorräder sind mit Alarmanlage gegen Diebstahl gesichert, aber auch mit einer Handy-Halterung ausgestattet. Pro Tag und Motorrad werden 39 Euro fällig. Für die Kaftans ist die Investition der Einstieg in die Elektromobilität. Auch wenn’s naheliegend ist: Vorerst werden die Motorräder nur mit haushaltsüblichem Strom aufgetankt. Auf Solarstrom umzustellen, daran sei derzeit noch nicht gedacht.

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