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Naturschauspiel am Himmel

Sichel gesehen: Bei strahlendem Sonnenschein haben sich die Senioren des Glienicker Casa-Reha-Altenheims vor dem Haus versammelt. Das Schauspiel am Himmel wollten sie sich nicht entgehen lassen - und die Betreuerinnen hatten genügend Brillen organisiert.
Sichel gesehen: Bei strahlendem Sonnenschein haben sich die Senioren des Glienicker Casa-Reha-Altenheims vor dem Haus versammelt. Das Schauspiel am Himmel wollten sie sich nicht entgehen lassen - und die Betreuerinnen hatten genügend Brillen organisiert. © Foto: Heike Weißapfel
Jürgen Liebezeit / 20.03.2015, 20:02 Uhr
Oberhavel (zeit) Millionen Deutsche haben am Freitag die Sonnenfinsternis verfolgt. Während zahlreiche Oberhaveler bei besten Bedingungen das Naturschauspiel beobachtet haben, mussten viele Kinder in den Kitas und Klassenzimmern bleiben.

"Die Oranienburger Stadtverwaltung hat damit auf die Sorgen reagiert, die zahlreiche Eltern am Morgen in den Kitas geäußert haben", erklärte Stadtsprecherin Eike-Kristin Fehlauer den Hintergrund, während des Naturschauspiels die Kita-Türen geschlossen zu halten. Da es für kleine Kinder besonders gefährlich sei, bei einer Sonnenfinsternis direkt in die Sonne zu schauen, sei die Stadt dem Wunsch vieler Eltern nachgekommen. Die Kita-Kinder mussten bis 12 Uhr im Haus bleiben. Für die städtischen Schulen habe die Anordnung nicht gegolten. An anderen Grundschulen in Oberhavel wurde am Vormittag aber ähnlich verfahren. Ausnahmen wurden bei einigen Einrichtungen gemacht, wenn Kinder eine Schutzbrille dabei hatten.

Das Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium hat aus dem seltenen Ereignis gleich einen Projekttag für die ganze Schule gemacht. An mehreren Stationen wurde in der Aula das seltene Phänomen erklärt. Die Stationen wurden von Schülerinnen und Schülern betreut. Auf einer Großbildleinwand war eine Live-Übertragung von den Faröer-Inseln zu sehen. Dort gab es am Freitag eine totale Sonnenfinsternis. Bevor aber die ersten Gymnasiasten mit selbstgebastelten Schutzbrillen auf den Schulhof durften, gab es auf Anraten des Schulamtes eine Durchsage von Physik-Lehrer Marcus Wagner zu Verhaltensregeln während der Sonnenfinsternis. Draußen wurde das Naturschauspiel begeistert verfolgt - viele versuchten sogar ein "Selfie mit Sofi" zu schießen.

Während Millionen Deutsche beobachteten, wie sich der Mond vor die Sonne schob, von der nur noch eine Sichel zu sehen war, bestanden die Stromnetze den "Stresstest": Die Netzbetreiber teilten mit, dass die Schwankungen bei der Einspeisung von Solarstrom ausgeglichen werden konnten.

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