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Im Wahlkreis 28 (Dahme-Spreewald III) wird gefordert, dass Potsdam für das Großprojekt INA Geld in de

Direktkandidaten
Land wird in die Pflicht genommen

Kandidaten KW 28: Christoph Berndt (AfD) , Benjamin Raschke (Bündnis 90/Die Grünen), Fabian Jahoda (FDP), Olaf Schulze (CDU), Monika von der Lippe (Die Linke), Sascha Philipp (SPD)
Kandidaten KW 28: Christoph Berndt (AfD) , Benjamin Raschke (Bündnis 90/Die Grünen), Fabian Jahoda (FDP), Olaf Schulze (CDU), Monika von der Lippe (Die Linke), Sascha Philipp (SPD) © Foto: Isabell Hiekel
Jörg Kühl / 09.08.2019, 09:00 Uhr
Lieberose (MOZ) Die geplante Internationale Naturausstellung Lieberoser Heide, kurz INA, kann sich auf Unterstützung aller Direktkandidaten verlassen, die im Wahlkreis 28 (Dahme-Spreewald III) für die Landtagswahl antreten. Dies ist am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion in der Lieberoser  Darre deutlich geworden. Der "Förderverein Nationalpark Lieberoser Heide" hatte die Kandidaten eingeladen, über die Zukunft des geplanten Projekts in der Lieberoser Heide zu debattieren. So nahmen Sascha Philipp (SPD), Monika von der Lippe (Die Linke), Olaf Schulze (CDU), Benjamin Raschke (B90/Die Grünen), Fabian Jahoda (FDP) und Christoph Berndt (AfD) auf dem Podium Platz. Moderiert wurde der Regionalpolit-Talk von den Vereinsmitgliedern Wolfgang Renner und Andreas Hilliger. Der Saal der Darre war mit mehr als 100 Zuhörer gut gefüllt, es mussten zu Beginn der Veranstaltung sogar zusätzliche Stühle herangeschafft werden.

Alle Direktkandidaten forderten, Landesmittel für die INA bereit zu stellen. Für die Ausstellung, die nach bisherigem Planungsstand 2022 eröffnet wird, solle ein Haushaltstitel geschaffen werden,  forderten ganz konkret Raschke und Schulze. Von der Lippe versprach, sich dafür einzusetzen, dass "die zugesagte Unterstützung tatsächlich kommt". Philipp ergänzte, man müsse das Kerngebiet der INA mit den umliegenden Kommunen vernetzen, zum Beispiel, indem man "Biotopverbünde als Brücken in die Peripherie" schafft. Jahoda ist wichtig, mit dem Landesgeld touristische Infrastruktur in der Lieberoser Heide auszubauen. Berndt sieht die INA gar als Zwischenstand auf dem Weg hin zu einem Nationalpark.

Ein solcher, das hatte das Gründungsmitglied des Fördervereins, Isabell Hiekel, deutlich gemacht, war ursprünglich Ziel der Initiative. Mit den Masterplangesprächen und dem daraus abgeleiteten INA-Konzept habe man einen in der Region breit abgestimmten Kompromiss erzielt. Dies für sich genommen, sei schon ein Erfolg für die Region. Gleichwohl fehle der INA Dampf, sie "dümpele" vor sich hin. Am 2. März 2017 hatte der Landtag beschlossen, die Internationale Naturausstellung Lieberoser Heide "als überregional bedeutsames Projekt" anzuerkennen und zu fördern. Seither habe sich von der Landesregierung aus nicht viel getan.

Die Diskussion um die Realisierung der INA weitete sich thematisch in Richtung Regionalentwicklung aus. Gemeinsamer Tenor der Gesprächsrunde war, die Entmunitionierung der ehemaligen Militärflächen in der Lieberoser Heide und angrenzender Gebiete zu forcieren, den Waldbrandschutz zu verbessern, und den Ausbau von Straßen und Wegen zu fördern, insbesondere in den vernachlässigten Regionen von Dahme-Spreewald.

Außerdem gab es kritische Statements zum Vorhaben der deutsch-kanadischen Firma CEP, in der südlichen Schwielochseeregion nach Erdöl und Erdgas zu bohren. Der "Wolf" sorgte für emotionale Zwischenrufe aus dem Publikum, wurde von den Moderatoren jedoch weitgehend ausgeklammert. "Das wäre ein Thema mal ganz für sich", so Hilliger.

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