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In zwei der drei Barnimer Wahlkreise fällt die Entscheidung fürs Direktmandat zwischen SPD und AfD. Im dritten mischen BVB/Freie Wähler mit. Die CDU ist ohne Chance.

Landtagswahl
Überall knappe Kisten

Sonntag, kurz nach 18 Uhr: Im Wahllokal in der Kita "Sonnenschein" in Eberswalde leeren die Wahlhelfer Antje Kunze und Steve Rennert die Wahlurne.
Sonntag, kurz nach 18 Uhr: Im Wahllokal in der Kita "Sonnenschein" in Eberswalde leeren die Wahlhelfer Antje Kunze und Steve Rennert die Wahlurne. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 02.09.2019, 07:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Wie immer ist in Spechthausen alles rasend schnell gegangen. Kaum länger als eine halbe Stunde haben die Wahlvorsteherin Annegret Grundmann und ihre Mitstreiter am Sonntag gebraucht, die Stimmen zur Landtagswahl auszuzählen. Im mit knapp über 200 Einwohnern kleinsten, aber ebenfalls wachsenden Eberswalder Ortsteil haben sich von den 165 Wahlberechtigten 106 am Urnengang beteiligt. Den Kampf ums Direktmandat hat in Spechthausen Roman Kuffert (AfD)  gewonnen, der 38 Stimmen erreichte – gefolgt von Sebastian Walter (Linke, 19 Stimmen) und Hardy Lux (SPD, 18 Stimmen), Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen, elf Stimmen), Danko Jur (CDU, neun Stimmen), Sven Weller (BVB/Freie Wähler, vier Stimmen) und Ronny Fölsner (FDP, drei Stimmen).

Ortsteil ohne Wahlkampffieber

Spechthausen gehört wie die gesamte Stadt Eberswalde, die Gemeinde Schorfheide und das Amt Joachimsthal Schorfheide zum Wahlkreis 13, in dem bis Redaktionsschluss 41 der 74 Wahlkreise ausgezählt waren. Da sah es nach einem knappen Sieg für Roman Kuffert (AfD) aus, der mit 24,69 Prozent vor Hardy Lux (SPD, 23,73 Prozent) und Danko Jur (CDU, 16,34 Prozent)  lag.

Im Wahlkreis 14, der Bernau und Panketal umfasst, gab es nach dem Auszählen von 22 der 70 Wahlbezirke folgenden Zwischenstand: Peter Vida (BVB/Freie Wähler, 24,22 Prozent) vor Britta Stark (21,12 Prozent) und Hans Link (AfD, 18,83 Prozent).

Und im Wahlkreis 15, zu dem Werneuchen, Wandlitz, Ahrensfelde sowie die Ämter Biesenthal-Barnim und Britz-Chorin-Oderberg gehören,  hatten von 98 Wahlbezirken 51 ein vorläufiges Endergebnis gemeldet. Dort lag Steffen John (AfD, 25,92 Prozent)  vor Britta Müller (SPD, 23,82 Prozent) und Carsten Bruch (CDU, 17,58 Prozent).

"Bei uns konnte von Landtagswahlkampffieber nicht wirklich die Rede sein", urteilte Spechthausens Ortsvorsteher Matthias Stiebe. Auch der Ortsteil sei großflächig mit Plakaten zupflastert gewesen, doch Veranstaltungen habe es keine gegeben. Den Einwohnern sei vor allem wichtig, dass ihre Belange in Eberswalde berücksichtigt werden.

AfD liegt in Spechthausen vorn

"Potsdam ist weit", sagte Dieter Scholz, der kurz nach dem Mittag in Spechthausen wählen ging. Von der Stadtpolitik wünsche er sich vor allem, dass sie die alte Badestelle an der Schwärze wieder herrichten lasse. "Und vor allem in den Kurven und an den Kreuzungen müsste der Schulweg wieder besser vom Autoverkehr abgesichert werden", fand seine Frau Ursula Scholz.

"Auch uns ist nicht egal, was in Brandenburg passiert", hob die Wahlvorsteherin Annegret Grundmann hervor, die bei den Zweitstimmen folgende Ergebnisse melden konnte: AfD 37 Stimmen, SPD 18 Stimmen, Bündnis 90/Die Grünen 15 Stimmen, CDU sieben Stimmen, FDP drei Stimmen, BVB/Freie Wähler drei Stimmen, Tierschutzpartei zwei Stimmen und ÖDP eine Stimme.

Barnimweit ergab sich nach 97 von 242 Wahlbezirken bei den Zweitstimmen folgender Zwischenstand: AfD 24,25 Prozent, SPD, 23,06 Prozent, CDU 15,09 Prozent, Linke 13,35 Prozent, BVB/Freie Wähler 12,19 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen 8,37 Prozent,  FDP 2,54 Prozent.

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