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Kränze niedergelegt
Oderbrücher gedenken der Opfer der Kriege

Volkstrauertag: Otto Klemer und Dieter Breitsprecher tragen den Kranz zum Kriegerdenkmal.
Volkstrauertag: Otto Klemer und Dieter Breitsprecher tragen den Kranz zum Kriegerdenkmal. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 19.11.2019, 09:00 Uhr
Altranft/Neuküstrinchen (MOZ) "Der Toten zu Ehren, den Lebenden zur Mahnung. Kämpft für den Frieden" steht auf dem Altranfter Kriegerdenkmal am Parkplatz in Altranft. Auf Einladung des Altranfter Traditionsvereins (ATV) hatten sich Bürger aus dem Ort und Bad Freienwalde wie auch Bürgermeister Ralf Lehmann (CDU) sowie die CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Kristy Augustin zur traditionellen Gedenkveranstaltung eingefunden.

Selbstmord Europas

Für die Ansprache hatte der ATV Laura Lazarus (CDU) eingeladen, die bei der jüngsten Landtagswahl in Bad Freienwalde kandidierte, um ihr Mandat zu verteidigen, was ihr jedoch nicht gelang. Laura Lazarus gedachte zunächst der Gefallenen des Ersten Weltkriegs, der vor 100 Jahren mit 17 Millionen Toten endete. Die CDU-Politikerin und Majorin der Bundeswehr sprach von Selbstmord Europas. Tausende Soldaten starben beim Stellungskrieg in den Schützengräben. Doch auch in der Gegenwart gebe es immer noch fürchterliche Kriege. "Niemals sind so viele Menschen Opfer von Terroranschlägen in Syrien, Israel, Palästina und Jemen zu beklagen gewesen", ergänzte sie. "Wir brauchen diese Tage gegen das Vergessen", appellierte Laura Lazarus. Mitglieder der Altranfter Feuerwehr hielten die Mahnwache und legten einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder. Danach wiederholten sie die Zeremonie an der Kriegsgräbergedenkstätte auf dem Altranfter Friedhof. Dort gedachte Laura Lazarus der 70 Millionen Opfer des Zweiten Weltkrieges. "Friede ist nicht alles, aber ohne Friede ist alles nichts", zitierte sie den SPD-Politiker Willy Brandt.

In Neuküstrinchen hatten die Evangelische Kirchengemeinde und der Gedenkstättenverein eingeladen. Ortsvorsteher Christopher Schulz und Pfarrerin Nanna-Maria Luttenberger die Ansprachen. Mitglieder der Feuerwehr, die noch bis in die Morgenstunden das Feuer im Ex-Kulturhaus gelöscht hatten, hielten die Mahnwache.

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