Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ursula Nonnemacher in Woidkes Kabinett
Frauen dominieren erstmals in Brandenburgs Regierung

Simone Weber / 21.11.2019, 18:51 Uhr - Aktualisiert 21.11.2019, 19:08
Potsdam Nach zehn  Jahren Zusammenarbeit ist Rot-Rot nun Geschichte in Brandenburgs Landespolitik. Mit Christian Görke (Die Linke) hat der Havelländer unter den vormaligen Ministern nun in der Opposition im Landtag Platz genommen. Mit Ursula Nonnemacher (Bündnis90/Die Grünen) sitzt eine Havelländerin mit am neuen rot-schwarz-grünen Kabinettstisch von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Er wurde am Mittwochvormittag mit knapper Mehrheit von sieben Stimmen durch die Landtagsabgeordneten wiedergewählt.

Das neue Bündnis aus Sozial- und Christdemokraten sowie Grünen käme in der Theorie auf insgesamt 50 Stimmen. Woidke bekam aber nur 47 von insgesamt 87 möglichen  Stimmen an dem Tag. Ein Landtagsmitglied fehlte. 37 Abgeordnete stimmten gegen ihn, drei enthielten sich. Dem Parlament gehören ferner die AfD als stärkste Oppositions-Kraft sowie Die Linke und BVB/Freie Wähler an.

Bei der Landtagswahl am 1. September wurde Rot-Rot abgewählt.  Zusammen wären SPD und Die Linke nur noch auf 35 Sitze gekommen. Im Verbund mit den Bündnisgrünen wären es immerhin 45 geworden. Das war den Sozialdemokraten zu wenig gewesen, weshalb sie Koalitionsgespräche mit Grünen und CDU führten. Der gemeinsame Vertrag wurde am Dienstag unterzeichnet. Eine brauchbare Mehrheit war Woidke auf dem Weg zur angestrebten Wiederwahl nun so gut wie sicher.

Der Landtag hatte sich bereits am 25. September konstituiert. Woidkes Wahl und Vereidigung fiel somit in die bereits dritte  Sitzung. Es folgte kurz darauf die Ernennung seiner sechs Ministerinnen und vier Minister. Erstmals dominieren Frauen. Die Havelländerin Ursula Nonnemacher führt das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz.

An die Arbeit, sprich an den Kabinettstisch, ging es am Nachmittag. Die erste Sitzung in der Staatskanzlei, Woidkes Arbeitsplatz, fiel noch eher kurz aus. Aus havelländischer Sicht interessant sind noch zwei weitere Personalien. Die Falkenseerin Ines Jesse ist jetzt Bildungsstaatssekretärin und Jobst-Hinrich Ubbelohde agiert als Europastaatssekretär.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG