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Barnimer Linke
Doppelspitze mit heikler Aufgabe

Neuer Barnimer Kreisvorstand: Lutz Kupitz (v.l.), Thomas Sohn, Ulrike Glanz, Michael Wolf, Pascal Heinrich, Regina Blaneck, Dominik Rabe, lsabelle Czok Alm, Paul Dormann, Katharina Slanina. Nicht auf dem Bild ist Hildegard Bossmann aus Bernau.
Neuer Barnimer Kreisvorstand: Lutz Kupitz (v.l.), Thomas Sohn, Ulrike Glanz, Michael Wolf, Pascal Heinrich, Regina Blaneck, Dominik Rabe, lsabelle Czok Alm, Paul Dormann, Katharina Slanina. Nicht auf dem Bild ist Hildegard Bossmann aus Bernau. © Foto: Wolfgang Kraftczyk
Hans Still / 13.01.2020, 06:30 Uhr
Panketal (MOZ) Die Doppelspitze besitzt offenbar hohes Potenzial als Zukunftsmodell: Nun haben auch die Barnimer Linken mit der Wandlitzerin Isabelle Czok-Alm und dem Bernauer Thomas Sohn ein Führungsduo mit einer heiklen Aufgabe betraut. "Wir beginnen gerade, die Wahlklatsche des vergangenen Jahres aufzuarbeiten und die richtigen Lehren daraus zu ziehen. Das wird für die kommenden zwei Jahre einer unserer Schwerpunkte sein", bekannte der fast 60-jährige Thomas Sohn nach der Mitgliederversammlung am Sonnabend. Ein weiterer Auftrag der Barnimer Linken, sie wollen die Führungsspitze deutlich verjüngen. So konnte laut Sohn mit dem aktuellen Kreisvorstand der Altersdurchschnitt bereits entscheidend gesenkt werden. "Jüngere sollen zunehmend die Chance bekommen, ihre Ideen und Gedanken zu linker Politik einzubringen", postuliert der Kreisvorsitzende und benennt die Schorfheide als eine Region, in der teilweise 20-Jährige Verantwortung übernehmen.

Dahinter steckt die strategische Erwägung, die Politik der Linken generationsübergreifend interessanter zu machen. "Wir wollen die Barnimer von unter 20 bis zu 50 Jahren besser erreichen, das ist eine Erkenntnis der Kommunalwahlen und der Landtagswahl." Abgesprochen wurden diese Strategien unter anderem mit den verbliebenen 54 Mandatsträgern der Linken (vor der Kommunalwahl waren es 93), denn auch die Kommunikation zwischen der Partei und den Fraktionen soll deutlich verbessert werden. Das Ziel: Im gesamten Barnim wollen die Linken anhand einer klaren politischen Linie erkennbarer werden. "Die Leute sollen wissen, wofür wir stehen", fasst Sohn einen Wunsch zusammen, der wohl in jeder Partei ein Zuhause hat.

Bernauer Politik in den Landtag

Konkret punkten wollen die Linken bei den Barnimer Wählern mit den Themen Mieten, Bildung und öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV). Geschärft werden soll obendrein die globale Wahrnehmung der Linken als Friedenspartei, was sich im Auftrag an die Landes-Linken ausdrückt, sich konsequent gegen das NATO-Manöver Defender 2020 nahe der russischen Grenze auszusprechen.

Ein weiteres Thema erwartet den Brandenburger Landtag. "Die Politik-Verweigerungshaltung einiger Bernauer Fraktionen in Sachen Schwanebecker Chaussee gehört in Potsdam auf den Tisch", fordert Sohn, der an dieser Stelle die Kooperation von Bernauer Politikern mit der AfD kritisiert.

In der Kreispolitik steuern die Barnimer Linken womöglich auf eine verstärkte Kooperation mit der SPD zu. "Wir könnten uns das vorstellen, schön wäre es", zeigt sich der Kreisvorsitzende offen. Aber dies sei noch Zukunftsmusik.

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