Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Parteitag
Die Linke Brandenburg verabschiedet Diana Golze aus der Landespolitik

Diana Golze (Die Linke) verabschiedet sich als  Landesvorsitzende auf dem Landesparteitag. Auf dem Parteitag wird ein neuer Landesvorstand gewählt, für den Golze nicht kandidiert.
Diana Golze (Die Linke) verabschiedet sich als Landesvorsitzende auf dem Landesparteitag. Auf dem Parteitag wird ein neuer Landesvorstand gewählt, für den Golze nicht kandidiert. © Foto: Christophe Gateau/dpa
Ulrich Thiessen / 22.02.2020, 12:44 Uhr - Aktualisiert 22.02.2020, 19:50
Templin (MOZ) Die bisherige Landesvorsitzende der Linken und ehemalige Sozialministerin Diana Golze hat sich auf einem Parteitag am Samstag in Templin aus der ersten Reihe der Landespolitik verabschiedet.

Sie tritt nicht wieder für ein Parteiamt an. In ihrer letzten Rede als Parteichefin rief sie ihre Genossen zur Geschlossenheit auf. Es helfe nicht, die Ursache für die Schlappe bei der letzten Landtagswahl bei den beiden Vorsitzenden (Golze und Anja Mayer) oder dem Vorstand zu suchen. Es habe nicht den einen Fehler gegeben. Es helfe auch nicht, einfach nur einen neuen Vorstand zu wählen. Damit allein würde es nicht gelingen, die ehemaligen Wähler wieder zurück zu gewinnen. Um dieses Ziel zu erreiche, brauche es alle, so Golze, die mit stehenden Ovationen aus dem Amt verabschiedet wurde. Die Rathenowerin war im Spätsommer 2018 im Zuge des Lunapharm-Skandals als Ministerin zurück getreten.

Im Lauf des späten Nachmittags soll eine neue Parteispitze gewählt werden. Amtsinhaberin Anja Mayer und Katharina Slanina aus Großschönebeck bewerben sich als Doppelspitze für die nächsten zwei Jahre.

Die Linke in Brandenburg hat bei ihrem Landesparteitag der Opfer von Hanau gedacht

Die Fraktionschefin der Linken im Landtag, Kathrin Dannenberg, fordert vor dem Hintergrund des Anschlages von Hanau, dass auch die brandenburgische Landesregierung schärfer gegen Rechtsextreme vorgehen müsse, sie entwaffnen und Vereine verbieten. Das Schweigen von AfD-Landeschef Andreas Kalbitz und von Alexander Gauland zu den rechtsextremen Verbrechen sei ohrenbetäubend, so Dannenberg.

Ihr Kollege Sebastian Walter ging in seiner Parteitagsrede mit der brandenburgischen CDU scharf ins Gericht. Er warf ihr vor, auf kommunaler Ebene mit der AfD zusammen zu arbeiten. Die CDU müsse sich entscheiden, ob sie zum demokratischen Spektrum gehören wolle oder rechts nicht ganz dicht sei. Er kritisierte, dass CDU-Parteichef Michael Stübgen, sein Stellvertreter Frank Bommert sowie Fraktionschef Jan Redmann die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen mit den Stimmen der AfD begrüßt haben. Sie müssten sich dafür entschuldigen, so Walter.  

Lesen Sie auch: Linken-Parteitag in Brandenburg wählt neue Doppelspitze

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG