Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Die Stadt am Straussee hält mit Note 3,7 ihr Mittelmaß in der Bewertung durch 113 Radfahrer, nachdem es vor zwei Jahren 3,8 geheißen hatte.

ADFC
Strausberg im ersten Drittel

Symbolfoto
Symbolfoto © Foto: dpa
Jens Sell / 29.04.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 29.04.2019, 09:02
Strausberg (MOZ) Note 3,7 im Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs bedeutet Mittelmaß, weil der Bundesdurchschnitt mit 3,9 (im Schulnotenraster) nur etwas darüber liegt. Dennoch nimmt die grüne Stadt am See unter den 311 Städten zwischen 20 000 und 50 000 Einwohnern Rang 98 ein. Im Landesmaßstab kommt Strausberg auf Platz 9 von 17. An der Bewertung der Strausberger Fahrradinfrastruktur haben sich 113 Radfahrer beteiligt, das waren etwas weniger als zwei Jahre zuvor.

Einige Fortschritte erreicht

Der Sprecher der Strausberger ADFC-Ortsgruppe, Clemens Rosner, weist darauf hin, dass die ­Strausberger Bewertungen im Vergleich zu denen anderer Städte recht uneinheitlich ausfielen: "Im Vergleich zu anderen Städten positiver bewertet wurde zum Beispiel die Öffnung der meisten Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung, dass Alt und Jung Rad fahren und der Winterdienst auf Radwegen. Überdurchschnittlich kritisch wurden die Erreichbarkeit des Stadtzent­rums, die Oberfläche der Radwege und das Thema Fahrraddiebstähle gesehen." Die organisierten Radfahrer der Stadt möchten Strausberg gerne als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) sehen. "So ist es mit der Agenda 2030 von den Stadtverordneten vor eineinhalb Jahren beschlossen worden", sagt Rosner. Passiert sei es aber noch nicht.

Der Radfahrerfunktionär lobt aber auch die Fortschritte, die seit der letzten Bewertung erreicht wurden. So die Fertigstellung des Fahrradweges nach Gielsdorf, den Beginn der Entwicklung des Radnutzungskonzeptes und die begleitenden Radkonferenzen. Ein vorläufiger Arbeitsstand des Radverkehrsnetzes fand am 3. Oktober 2018 am ADFC-Stand auf dem Altstadtfest großes Interesse der Strausberger Radfahrer. Die Unterstützung der Stadtverordneten für die Radtrasse entlang der ehemaligen Güterbahn sehen die Mitglieder der Ortsgruppe ebenfalls als wichtigen Fortschritt.

ADFC will Expertise einbringen

Das Radnutzungskonzept solle im Sommer durch ein Ingenieurbüro vorgestellt werden, berichtet Rosner. Er hoffe, dass man das Fachwissen der organisierten Radler mit einbeziehe, denn sie seien bundesweit vernetzt und könnten Erfahrungen aus anderen Städten mit einbringen. "Als Beispiel: Die Radwege der Zukunft sind von den Autostraßen entkoppelt. Wir brauchen Rad-Schnellwege, die mit möglichst wenig Straßenquerungen für Kinder sichere Schulwege darstellen. Ein erster Ansatz wäre der Weg von der Hegermühle über die alte Güterbahntrasse bis zur Altstadt mit der Abzweigung zur Hegermühlen-Grundschule." Wenn mehr Leute aufs Fahrrad umstiegen, hätten die Autofahrer mehr Platz.

Infotitel

Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG