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Sichtung
Störche sind in Lawitz gelandet

Sie halten Ausschau: Doch, doch, die zwei Störche in Lawitz mögen sich – auch wenn es hier anders aussieht. Schließlich müssen sie vom neuen Nest erst mal die Aussicht genießen.
Sie halten Ausschau: Doch, doch, die zwei Störche in Lawitz mögen sich – auch wenn es hier anders aussieht. Schließlich müssen sie vom neuen Nest erst mal die Aussicht genießen. © Foto: Roberto Ludewig
Janet Neiser / 21.04.2020, 03:00 Uhr
Lawitz (MOZ) Im Amt Brieskow-Finkenheerd wird schon mächtig geklappert. Mehrere Störche lassen es sich dort in ihren Liebesnestern gut gehen. Auch im Amt Neuzelle sind die Adebare mittlerweile gelandet. In Lawitz haben sie erstmals das neue Nest in Besitz genommen – zur Freude der Einwohner.

"Es ist vollbracht", schreibt Roberto Ludewig aus der Lawitzer Gemeindevertretung an die MOZ. "In den vergangenen Monaten gab es viel Engagement zur Erneuerung des Storchennestes in der Gemeinde Lawitz. Ein breites Netzwerk an Unterstützern hat sich gefunden", berichtet er dankbar. Der Unterbau des alten Nestes – ein Wagenrad – war über die Jahre marode geworden. Damit die Störche 2019 überhaupt ein sicheres Zuhause hatten, wurde das Rad im vergangenen Jahr mit neuen Schweißnähten mehr oder weniger geflickt.

Dann konnte durch eine Sommer-Sammelaktion von Lawitzer Kindern und durch die Unterstützung des Naturschutzbundes (NABU) ein neuer Nistkorb gekauft werden. In diesem Jahr haben die Firma Metall- und Stahlbau Reschke sowie der Bauhof Neuzelle das alte Nest demontiert und den Mast mit einem neuen Nest gekrönt. "Jetzt hieß es, geduldig warten und Daumen drücken", so Ludewig. Schließlich würden nicht alle neuen Nester reibungslos von Störchen angenommen, weiß er. Doch im April sollte es dann endlich soweit sein, das Nest steht nicht mehr leer.

"Ich kenne Lawitz gar nicht ohne Störche", betont Bürgermeisterin Gudrun Schmädicke. "Klar, freue ich mich, dass sie wieder da sind." An dem Tag, als es jüngst in einem Lawitzer Waldstück gebrannt hatte, hat die langjährige Bürgermeisterin dieses Jahr erstmals einen Adebar in dem Ort gesehen. "Da ist er hinter einem Traktor hergelaufen, der gerade gepflügt hatte. So etwas lieben die ja", sagt sie und erzählt, dass sie inständig gehofft habe, dass es sich dabei um einen Lawitzer Storch handeln würde. Kurz darauf war das Tier für etwa fünf Tage verschwunden, jedenfalls hat Gudrun Schmädicke es nicht mehr gesichtet.

Im Mai könnte es soweit sein

Und an einem anderen Tag flogen gleich fünf Störche ums Nest, berichtet sie. Nun hat sich ein Pärchen niedergelassen. "Ein riesiges Dankeschön an alle Unterstützer, den NABU Brandenburg, Metall- und Stahlbau Reschke, den Bauhof Neuzelle, das Bauamt Neuzelle und E.dis sowie Partner", meint Roberto Ludewig.

Ob es Jungstörche gibt, wird sich zeigen. Das klappt, wie die Lawitzer wissen, nicht jedes Jahr. Mitte Mai könnten die ersten Störche schlüpfen, schätzt Christina Binder aus der Thälmannsiedlung in Ziltendorf, die sich seit Jahren mit den schwarz-weiß gefiederten Tieren beschäftigt, die als Glücksbringer gelten. Nicht jedes Ei, das im Horst landet, ist aber letztlich befruchtet, erklärt sie. Nun warten alle mit Spannung.

Haben auch Sie schönen Storchenbilder? Schicken Sie sie uns an eisenhuettenstadt-red@moz.de

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