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Verliebter Storch
2015 in Linum beringt, 2020 in Schwanebeck heimisch

Bärbel Kraemer / 14.05.2020, 10:00 Uhr
Schwanebeck Das Geheimnis um die Herkunft des beringten Storches, der sich Ende März mit seiner Partnerin auf dem neuen Storchenhorst in Bad Belzigs Ortsteil Schwanebeck häuslich eingerichtet hat, ist gelüftet.

"Unsere Anfrage bei der Beringungszentrale Hiddensee wurde innerhalb weniger Tage beantwortet", sagt Bärbel Kraemer, die das Leben der Rotstrümpfe in einem Storchentagebuch dokumentiert.

Diese Notizen konnten zwischenzeitlich um die erhaltenen Daten aus Hiddensee ergänzt werden. So wurde von dort übermittelt, dass HR 17 am 24. Juni 2015, vormittags um 11.00 Uhr, zusammen mit drei weiteren Nestgeschwistern im Storchendorf Linum beringt wurde. Konkret im Torfstecherhorst - einem von fast 20 Horsten im Ort.

Das Quartett wurde flügge und machte sich im August 2015 auf den ersten Flug in Richtung Überwinterungsgebiet. Mit dem Abflug verlor sich die Spur von HR 17. Erst 1.766 Tage nach der Beringung erhielt die Beringungszentrale wieder ein Lebenszeichen von ihm - und das kam mit der Meldung der Ringnummer aus Schwanebeck.

Adebar, der damit aus der Prignitz in den Hohen Fläming umgesiedelt ist, interessieren die Nachforschungen um seine "Person" jedoch herzlich wenig. Er hat Wichtiges zu tun. Tagtäglich. Außer der Futtersuche gibt es am neuen Sommerquartier am Rand des Dorfes in Nähe des Gesundbrunnens viel zu tun. Ständig gibt es am Horst noch etwas auszubessern, werden Zweige angeflogen, um denselben weiter auszubauen.

Auch sein Bemühen um Storchennachwuchs ist groß. Ob es von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt an dieser Stelle noch ein wohlgehütetes Geheimnis. Kein Geheimnis ist wiederum, wo Adebar den Winter verbracht hat. Wie Bärbel Kraemer von Lisa Hörig, der Leiterin der Storchenschmiede in Linum erfuhr, sind die Linumer Störche größtenteils Ostzieher. Bis auf drei so genannte Westzieher.

"..., aber ich gehe sehr stark davon aus, dass ihrer zu den Ostziehern gehört", heißt es in der Antwort aus Linum. Damit ist davon auszugehen, dass HR 17 den Winter in Afrika verbringt und jeweils im Frühjahr und im Herbst tausende Kilometer fliegt. Die kommenden Wochen werden die Schwanebecker Störche vermutlich noch für einige faszinierende Augenblicke sorgen. Von denen, so Bärbel Kraemer, soll in regelmäßigen Abständen in der Zeitung berichtet werden. Sie verbindet damit zugleich die Bitte, Rücksicht auf die Rotstrümpfe zu nehmen und Hunde, wenn die Rotstrümpfe auf der Wiese am Gesundbrunnen auf Futtersuche sind, an der Leine zu führen.

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