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Landesbetrieb Straßenwesen pflanzt 491 Bäume als Ersatzmaßnahme für den Kreiselbau

Alleen
Junges Grün an der Landstraße

Komplettieren die Allee: Fast 500 junge Bäume sind in den vergangenen Wochen an der alten b 2 zwischen Flemsdorf und Zützen gepflanzt worden.⇥
Komplettieren die Allee: Fast 500 junge Bäume sind in den vergangenen Wochen an der alten b 2 zwischen Flemsdorf und Zützen gepflanzt worden.⇥ © Foto: Kerstin Unger
Kerstin Unger / 27.03.2018, 06:00 Uhr
(MOZ) Flemsdorf. Die ehemalige Bundersstraße 2 zwischen Pinnower Kreisel und Zützen wird in den nächsten Jahren wieder zur richtigen Allee. Fast 500 Bäume sind hier in den vergangenen Wochen neu gepflanzt worden.

Die Pflanzaktion, die eine Ersatzmaßnahme für die Versiegelung von Boden beim Bau des Pinnower Kreisels ist, hat der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg in Auftrag gegeben. Bereits im Herbst wurde mit den Baumpflanzungen begonnen, berichtet Volkhard Seifert vom Sachgebiet Umweltschutz und Landschaftspflege. Es ist eine von mehreren Pflanzmaßnahmen  an der Landstraße 284, der ehemaligen B 2. „Vor einigen Jahren wurden bereits Obstbäume zwischen dem Kreisverkehr und Felchow gepflanzt“, sagt er.

Beim jüngsten Bauabschnitt war nun der Bereich zwischen Flemsdorf und Zützen an der Reihe. In die Baumlücken kamen auf beiden Straßenseiten insgesamt 491 Hochstämme mit einem Stammumfang zwischen 16 und 18 Zentimetern in die Erde.  „Es sind Winterlinden und Feldahorn – sehr schöne Bäume“, meint Volkhard Seifert. Zudem wurden 25 neue Greifvogelstangen aufgestellt, damit die Vögel sich nicht auf die Bäume setzen und dabei junge Zweige abbrechen.

Zweimal im Jahr ist Pflanzzeit: im Herbst und im Frühjahr. Die neuen Bäumchen gehören zu denen mit Fertigstellungspflege im Herbst, die ein Jahr lang von der beauftragten Firma übernommen wird. In diesem Fall ist das die Gesellschaft für Umweltbau aus dem Raum Boitzenburg, die auch Mitarbeiter aus Schwedt und Casekow hat.

Für das Gedeihen der Bäume wurden die besten Voraussetzungen geschaffen. In die Pflanzlöcher kam nicht nur Dünger. Es erfolgte auch ein Bodenaustausch. Teilweise wurden Wurzelsperren geschaffen, damit durch das Wachstum keine Leitungen beschädigt werden. Das Pflanzsubstrat enthält prozentual genau festgelegte Anteile an Lehm- und Mutterboden, Fertigkompost und Lava. Dazu kommt je Baum ein halbes Kilo organischer Dünger. Dreiböcke sorgen für die Standfestigkeit. Ein Rinnenschutz wurde angelegt und gemulcht. „Beste Startbedingungen also“, meint der zuständige Fachmann beim Landesbetrieb.

Nicht nur die Pflanzarbeiten werden genau geplant. Auch die Fertigstellungspflege hat genaue Vorschriften, erläutert Volkhard Seifert. „Bis zum Herbst wird dreimal der Rasen gemäht. Von April bis September gibt es zehn Wassergänge. Jeder Baum bekommt dabei 50 Liter Wasser. Zudem werden die Einzelgehölze gepflegt.“

Während dieser Zeit garantiert der auftragnehmende Betrieb für die Bäume. Geht einer ein, muss nachgepflanzt werden. Im Anschluss sind dann drei Jahre Entwicklungspflege angesetzt. Dann muss der Betrieb nur auf eigene Kosten eingegangene Bäume nachpflanzen, wenn er nachweislich bei der Pflege etwas unterlassen hat.

Bisher sind die Bäume an der alten Bundesstraße 2 sehr gut angewachsen. Die Obstbäume zwischen Felchow und Pinnower Kreisel haben in der Vergangenheit bereits so gut getragen, dass die Äste bedenklich nach unten gehangen haben, erzählt Volkhard Seifert. Die Äpfel, Kirschen und Birnen, die hier wachsen, dürfen von übrigens von jedermann geerntet werden.

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg hat Meistereien in Biesenthal, Altlüdersdorf, Prenzlau, Eberswalde, Nassenheide, Gransee und Angermünde. Er ist zuständig für Bundes- und Landesstraßen von Ahrensfelde bis zu einer Enklave bei Pasewalk  sowie von Rheinsberg bis zur Oder.

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