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Parallel zum Bau der B 198 und zu drei Autobahnbaustellen startet das Land kurzfristig die Sanierung der L 284

Verkehr
Alte B 2 wird drei Wochen voll gesperrt

Sperrhinweis am Kreisel: Am Pinnower Kreisverkehr ist die Verkehrssperrung der alten B 2 vorangezeigt, wenn auch mit falschem Datum. Vom 8. bis 30. Oktober hat das Land die Sanierung der L 284 zwischen Flemsdorf und Abzweig Meyenburg unter Vollsperrung angekündigt.
Sperrhinweis am Kreisel: Am Pinnower Kreisverkehr ist die Verkehrssperrung der alten B 2 vorangezeigt, wenn auch mit falschem Datum. Vom 8. bis 30. Oktober hat das Land die Sanierung der L 284 zwischen Flemsdorf und Abzweig Meyenburg unter Vollsperrung angekündigt. © Foto: Oliver Voigt
Michael Dietrich / 25.09.2018, 21:00 Uhr
Schwedt (MOZ) Die von Umleitungen und Staus geplagten Pendler werden es kaum glauben, aber das Land hat tatsächlich angekündigt, parallel zu den Baustellen auf der A 11 und B 198 auch noch die alte B 2 zu sanieren – unter dreiwöchiger Vollsperrung. Am 8. Oktober soll es losgehen.

Der Landesbetrieb Straßenwesen hat die Vollsperrung der alten B 2 zwischen Flemsdorf und Abzweig Meyenburg sehr kurzfristig angekündigt. Erst auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte der Leiter der Straßenmeisterei Angermünde, Ralph Schmalz-Hoppe, dass die Sanierung der Fahrbahndecke zwischen Ortseingang Flemsdorf und dem Abzweig nach Meyenburg vom 8. bis 26. Oktober unter Vollsperrung erfolgt. Die Umleitung erfolgt über Meyenburg, Berkholz, B 166, die neue B 2 bis zum Pinnower Kreisel. Die Zufahrt nach Criewen erfolgt über Zützen. Für die Umleitungszeit wird die Kfz-Straße B 2n auch für Langsamfahrer freigegeben.

Der Landesbetrieb begründet die Maßnahme mit dem dringenden Sanierungsbedarf der in den 1990er-Jahren eingebauten Asphaltdecke. Ein Bau unter halbseitiger Sperrung sei angeblich unmöglich, weil die Straßenbreite nicht den nötigen Sicherheitsabstand für den Arbeitsschutz der Bauleute ermögliche. Außerdem soll ein nahtfreier Einbau der neuen Fahrbahn die Haltbarkeitsdauer erhöhen. Zur Reparatur der Straße sollen von der Fahrbahn wenige Zentimeter abgefräst und neu aufgetragen werden. Die Kosten dafür werden mit 450 000 Euro angegeben. Den Zuschlag für den Auftrag hat die Firma Matthäi erhalten.

Die kurzfristige Ankündigung der Maßnahme hat bereits zu kritischen Reaktionen geführt. Die Stadt Schwedt hat sich am Dienstag an die zuständige Verkehrsbehörde des Landkreises gewandt und darauf hingewiesen, dass sie massive Auswirkungen auf überregionale Verkehre erwartet sowie den berechtigten Unmut der Bevölkerung. „Warum diese Maßnahme zeitgleich zur Vollsperrung der B 198 erfolgen muss, ist nicht vermittelbar. Ich habe dem Kreis mitgeteilt, dass wir erwarten, dass solche wichtigen Baumaßnahmen in Zukunft besser aufeinander abstimmt werden“, erklärte Bürgermeister Jürgen Polzehl.

Hintergrund des eiligen Baustarts ist eine Terminverschiebung der für 2018 eigentlich geplanten Sanierung der Umgehungsstraße B 2n. Auch zwischen Pinnow und Schwedt muss die Straßendecke erneuert werden.

Verkehrsministerin Kathrin Schneider hatte mit Rücksicht auf die gesperrte B 198 dieses Vorhaben auf 2019 verschoben. Damit das dann nicht mit der Sanierung der alten B 2 zusammenfällt, hat der Landesbetrieb die nun avisierte Sanierung in dieses Jahr vorgezogen.

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