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über die Krise im Nahen Osten
Gefährliches Spiel

Guido Bohsem
Guido Bohsem © Foto: Thomas Koehler
Meinung
Guido Bohsem / 16.06.2019, 19:30 Uhr
Berlin (MOZ) Der Nahe Osten gleicht einem Pulverfass. Eine kriegerische Auseinandersetzung mit dem Iran scheint unausweichlich.

Auch Tage nach den Angriffen auf die Öltanker im Golf von Oman steht die Welt vor einem Rätsel. Wer die beiden riesigen Schiffe am Donnerstag beschädigt hat, ist immer noch nicht klar. Vieles spricht für den Iran, erwiesen ist das nicht. Dass Donald Trump davon bislang nur Großbritannien und Saudi-Arabien überzeugen konnte, hat er sich weitgehend selbst zuzuschreiben.

Wer zur Wahrheit ein derart lockeres Verhältnis pflegt, darf in einer so gravierenden Frage keinen Vertrauensvorschuss erwarten. Trump hat sich zudem mit seinen massiven Drohungen gegen den Iran weit aus dem Fenster gelehnt. So könnte es sein, dass der Iran mit den Angriffen bewusst austestet, wie ernst es der Präsident tatsächlich meint.

Bislang jedenfalls scheute Trump vor militärischen Auseinandersetzungen zurück. Der Vergeltungsschlag nach den Giftgas-Angriffen in Syrien gilt als Ausnahme. Doch die Situation im Nahen Osten ist seitdem noch angespannter geworden. Der kleinste Anlass könnte der Auslöser für einen Krieg werden, in den auch weitere arabische Staaten und Israel hineingezogen werden könnten.

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Donald Trump Pulverfass Syrien Öltanker Rätsel

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