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zu Jan G.
Gustl Mollath lässt grüßen

Mathias Hausding
Mathias Hausding © Foto: MOZ
Mathias Hausding / 05.12.2017, 19:15 Uhr - Aktualisiert 06.12.2017, 16:09
Frankfurt (Oder) (MOZ) Jan G ist für jeden, der mit ihm zu tun hat, eine Plage. So viel scheint klar.

Auch die vielen Ärzte sind nicht zu beneiden, die sich mit dem psychopathischen Gewalttäter in den vergangenen Jahren auseinander setzen mussten. Dennoch ist es skandalös, ihm eine Schizophrenie zu bescheinigen und ihn dementsprechend zu behandeln, obwohl er in Wahrheit offenbar gar nicht krank ist.

Wenn auch unter anderen Vorzeichen werden Erinnerungen an den Fall Gustl Mollath wach, einen großen Justizskandal. Auch damals wurde ein Straftäter fälschlicherweise für krank erklärt - und zu Unrecht für lange Zeit weggesperrt. Umgekehrt bei : Die Fehldiagnose Schizophrenie war für ihn wohl das Tor zur Freiheit, verbunden mit dem fatalen Irrglauben, dass Medikamente weitere Straftaten verhindern könnten.

Vermutlich wussten die damaligen Ärzte einfach nicht, was sie mit diesem schwierigen Patienten machen sollen, der irgendwie in kein Raster passt. Mögliche Versäumnisse müssen nun aufgearbeitet werden.

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Daze Black-Golden 11.12.2017 - 10:56:18

Kurzsichtig und unnütz

Der Kommentar von Herrn Hausding ist insofern kurz gedacht, als das Herr Mollath in einem Fall verwickelt war, der noch nicht einmal vollständig aufgeklärt ist und auch sonst keinerlei Ähnlichkeiten mit dem Prozess um Jan Geiger aufweist. Jan G. ist ein kranker Mensch, der tatsächlich psychiatrischer Betreuung bedarf. Für die Hinterbliebenen der Opfer, aus deren Mitte ich spreche, ist es absolut wünschenswert, auch die Fehlbarkeit der deutschen Justiz aufzuzeigen. Diese hätte wesentlich früher und härter eingreifen müssen. Die Forderung nach einer vollständigen Aufklärung der Umstände ist wesentlicher als ein Schauprozess, bei dem alle Schuld einem Irren zugesprochen wird. Ein Zweitgutachter kann hinzugezogen werden, dürfte aber zu dem selben Urteil kommen. Es wäre gut, wenn Herr Hausding einmal den Obduktionsbericht und die Aussage zu den Vorfällen im Haus der Marianne G. liest. Der Wahnsinn, der in Jan G. wohnt, wird dort besonders deutlich, Herr Hausdings Kommentar nichtig.

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