Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Eingesperrtes Tier?
Wolf, der Kinder angriff, wurde in Polen untersucht

Ein Wolf (Canis Lupus Lupus)
Ein Wolf (Canis Lupus Lupus) © Foto: dpa-Symbolfoto/Bernd Thissen
Dietrich Schröder / 06.07.2018, 19:36 Uhr
Warschau/Rzeszow (MOZ) Ein Wolf, der Ende Juni in der südostpolnischen Grenzregion zur Slowakei zwei Kinder angegriffen hatte und danach von einem Jäger erschossen wurde,  ist an der biologischen Fakultät der Universität Warschau untersucht worden. Dabei stellte sich laut Medien heraus, dass das Tier weder an Tollwut litt, noch – wie spekuliert worden war – eine Kreuzung von einem Haushund und einem Wolf war.

Verdächtig sei jedoch gewesen, dass das Tier stark abgenutzte Krallen hatte, berichtet die Zeitung „Fakt“. Dies könnte darauf deuten, dass der Wolf zuvor in Gefangenschaft eines Menschen war und so seine natürliche Furcht vor Menschen verloren hatte. Er könnte auch von Menschen gefüttert worden sein.

Das Tier hatte ein achtjähriges Mädchen und einen zehn Jahre alten Jungen verletzt, die beide im Freien spielten. Die Eltern konnten den Wolf vertreiben, die Kinder kamen mit Bisswunden ins Krankenhaus, konnten aber nach einigen Tagen entlassen werden.

In Polen, wo etwa 1400 Wölfe in freier Wildbahn leben sollen, löste der Vorfall großes Echo aus. Der letzte Angriff eines Wolfs auf einen Menschen war dort 1937 registriert worden.

Schlagwörter

Grenzregion Polen Fakultät Slowakei

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG