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Tom Hanks besucht Brandenburg

Tom Hanks besucht Brandenburg

Der US-Schauspieler Tom Hanks interessiert sich für Brandenburg, speziell für Eisenhüttenstadt. Schon zwei Mal hat er die Stadt besucht, die nicht historisch gewachsen ist, sondern in der DDR als Stadt vom Reißbrett neu entstand. Beim zweiten Besuch bekam er ein Auto geschenkt - einen himmelblauen Trabant. 

© Foto: Gerd Markert/MOZ

Auszeichnung für den "Helden vom Hudson"

Symbol einer perfekten Notwasserung: Inzwischen ist die im Hudson halb versunkene Airbus-Maschine fest vertõut, sie soll so rasch wie m÷glich geborgen werden. Die Stadt New York hat derweil Helfer, allen voran den Piloten, ausgezeichnet. Foto: dpa
Symbol einer perfekten Notwasserung: Inzwischen ist die im Hudson halb versunkene Airbus-Maschine fest vertõut, sie soll so rasch wie m÷glich geborgen werden. Die Stadt New York hat derweil Helfer, allen voran den Piloten, ausgezeichnet. Foto: dpa © Foto:
17.01.2009, 11:13 Uhr
New York New York feiert das "Wunder auf dem Hudson": Nach der spektakulären Notwasserung eines Airbus 320 und der Rettung von 155 Menschen aus der Unglücksmaschine ist der Pilot der Unglücksmaschine mit dem Schlüssel der Stadt ausgezeichnet worden. Die etwa 15 Passagiere, die nach der Rettung noch im Krankenhaus behandelt werden mussten, befanden sich am Freitag (Ortszeit) nach Auskunft der Ärzte in stabilem Zustand.

Die Behörden begannen unterdessen unter Hochdruck mit der Suche nach der Unfallursache. Experten der Flugsicherung befragten den als "Held vom Hudson" gefeierten Piloten Chesley Sullenberger und seine Crew. In einer Pressekonferenz wollte die Behörde am Abend Auskunft über erste Ergebnisse geben.

Ein Airbus A 320 der amerikanischen Fluggesellschaft US Airways hatte am Donnerstagnachmittag nach einem Vogelschlag auf dem eisigen Hudson-Fluss in New York niedergehen müssen. Die Besatzung brachte die Insassen innerhalb von wenigen Minuten aus der sinkenden Maschine. Fährschiffe und Rettungsboote nahmen sie auf.

Bürgermeister Michael Bloomberg zeichnete am Freitag zahlreiche Helfer für ihren mutigen Einsatz aus. "Das ist ein Tag, um Gott für das Lächeln auf unseren Gesichtern zu danken", sagte er. Sullenberger, der den Schlüssel als besondere Ehre der Stadt zuerkannt bekam, nahm an der Veranstaltung nicht teil, er wollte dem Untersuchungsteam zur Verfügung stehen.

Mit einem gigantischen Kran und einem Schlepper sollte die an einem Pier tief im Wasser liegende Maschine geborgen werden. "Wir wollen das Flugzeug so schnell wie möglich rausholen, aber wir wollen es sicher machen", sagte Kitty Higgins, die Sprecherin der nationalen Verkehrssicherheitsbehörde laut US-Nachrichtensender CNN. Der europäische Flugzeugbauer Airbus kündigte an, Experten zur technischen Unterstützung der Ermittler nach New York zu schicken.

Die Maschine war vom New Yorker Flughafen La Guardia nach Charlotte im Bundesstaat North Carolina unterwegs. Kurz nach dem Start geriet die Maschine in einen Vogelschwarm. "Wir hörten einen lauten Schlag und das Flugzeug bebte ein bisschen", sagte Passagier Alberto Panero. Laut CNN meldete der Pilot einen Zusammenstoß mit zwei großen Vögeln. Die Untersuchung sollte klären, ob dadurch ein oder beide Triebwerke blockiert wurden. Weiteren Aufschluss soll die Blackbox bringen.

Bloomberg sagte, Sullenberger habe "wunderbare Arbeit" geleistet. Der Flugkapitän sei noch zweimal durch das sinkende Flugzeug gegangen, um sich zu überzeugen, dass kein Passagier zurückgeblieben war. Der New Yorker Gouverneur David Paterson sprach vom "Wunder auf dem Hudson". "Wir sind überglücklich, noch am Leben zu sein", sagte der gerettete Passagier Bill Zuhoski (23) später an Land.

Nach der Notlandung hatten sich in dem Fluss vor Manhattan dramatische Szenen abgespielt. Der Airbus versank bis zu den Fenstern im vier Grad kalten Wasser. Viele Passagiere kletterten auf die Tragflächen, andere rutschten ins Wasser. Etliche hatten sich dabei Knochenbrüche und Unterkühlungen zugezogen. Die meisten, darunter auch eine Frau mit einem Baby, kamen rechtzeitig in Rettungsboote.

Sullenberger, der das Flugzeug sicher herunterbrachte, ist ein Experte für Flugsicherheit mit 40-jähriger Erfahrung. Bei der Fluggesellschaft US Airways hat er hunderte Kollegen in Sicherheitskursen ausgebildet. Außerdem ist er Berater für Sicherheitsfragen und hat bei zahlreichen Unfallermittlungen mitgewirkt. An der Universität Berkeley bei San Francisco ist er Gastdozent für Katastrophenmanagement.

Der Pilot hatte nach dem Start über Funk Probleme gemeldet. Laut CNN besprach er noch kurz mit der Luftüberwachung eine mögliche Notlandung auf einem Flughafen im Nachbarstaat New Jersey. Doch dann sei der Funkverkehr mit dem Piloten plötzlich abgebrochen.

Seine Frau Lori sagte dem US-Sender CNN, sie sei völlig fassungslos gewesen, als sie von der Notwasserung erfuhr. Ihr Mann habe sie zu Hause in Danville in Kalifornien angerufen und gesagt: "Es hat einen Unfall gegeben." Sie habe an eine Nebensächlichkeit gedacht. "Aber dann hat er mir die Umstände erklärt, und ich habe angefangen zu zittern."

Ein Behördensprecher, der die Cockpitgespräche des Fluges 1549 abhörte, sagte CNN, der Pilot sei außerordentlich ruhig gewesen während des ganzen Vorganges. "Da gab es keine Panik, keine Hysterie", sagte der Sprecher. "Alles war professionell, ruhig, methodisch. Es war alles so, wie man hofft, dass es sein würde." Ein Passagier, der Sullenbergers Leistung lobte, sagte, der Pilot habe den Fluggästen kurz vor der Notwasserung ganz ruhig geraten, die Arme ganz fest um den Oberkörper zu legen. Nach Angaben der Airbus-Werke in Toulouse ist das Flugzeug im August 1999 an die Fluggesellschaft US Airways ausgeliefert worden. Über mögliche Unfallursachen wollte Airbus sich am Freitag noch nicht äußern.

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