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Getrübte Stimmung zum Beginn der Messe ITB

Bunte Fahnen vor dem Messegelände in Berlin zeugen vom Beginn der Internationalen Tourismusbörse.
Bunte Fahnen vor dem Messegelände in Berlin zeugen vom Beginn der Internationalen Tourismusbörse. © Foto: dpa
09.03.2016, 07:11 Uhr
Berlin (dpa/MOZ) Das Reisegeschäft im Sommer kommt nach den Anschlägen in beliebten Urlaubsregionen nur schleppend in Schwung. Unter anderem trüben Rückgänge in der Türkei die Bilanz zum Beginn der weltweit größten Reisemesse ITB in Berlin.

Nach Angaben des Präsidenten des Deutschen Reiseverbands, Norbert Fiebig, liegt die Zahl der Buchungen deutlich unter der des Vorjahreszeitraums. Auch fällt seine Prognose für das Reisejahr verhalten aus. "Entscheidend wird vor allem die Entwicklung in der Türkei und in Ägypten sein", betont Fiebig.

Sorgen bereitet ihm das deutliche Buchungsminus von 40 Prozent für die Türkei - Rang drei der beliebtesten Ziele der Bundesbürger im vergangenen Jahr. Ein Selbstmordattentäter hatte im Januar in Istanbul elf deutsche Touristen mit in den Tod gerissen. Ein Buchungsminus in ähnlicher Größenordnung verzeichnen aktuell auch Ägypten und Tunesien. Insgesamt haben nach Angaben des Marktforschungsinstituts GfK bisher fast eine Million weniger Bundesbürger ihren Sommerurlaub gebucht als 2015.

Gefragt sind derzeit vor allem Reiseziele im westlichen Europa wie Spanien, Portugal oder Italien, aber auch Deutschland. "Ich bin aber zuversichtlich, dass wir auch bei weiteren traditionellen Ferienzielen wie der Türkei und Ägypten wieder mehr Buchungen sehen werden", sagt Fiebig. Für Griechenland insgesamt ziehe die Nachfrage derzeit an, trotz der Flüchtlingskrise auf einigen Inseln wie Lesbos. Fiebig sieht weiteren Anlass für Optimismus, den er mit der Konsumlust der Verbraucher, der niedrigen Arbeitslosigkeit und der geringen Inflationsrate begründet - "gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Reisejahr".

Die Internationale Tourismusbörse (ITB) in den Messehallen unter dem Funkturm startet heute für das Fachpublikum. An den letzten beiden Messetag, am Sonnabend und Sonntag, sind Privatbesucher eingeladen. Insgesamt beteiligen sich in diesem Jahr rund 10 000 Aussteller aus 187 Ländern und Regionen an der Berliner Reisemesse.

Partnerland sind in diesem Jahr die Malediven. Kritiker in Deutschland hatten Menschenrechtsverletzungen und eine Einschränkung der Meinungsfreiheit in dem Land angeprangert.

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Reisemesse Norbert Fiebig Messe Ägypten Urlaubsregion

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