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Bodenpersonal will ab Mittwoch erneut die Arbeit niederlegen / Dieses Mal sogar unbefristet

Flugausfälle zur Tourismusbörse erwartet

Flugreisende stehen an einem verwaisten Check-in-Schalter am Flughafen Tegel.
Flugreisende stehen an einem verwaisten Check-in-Schalter am Flughafen Tegel. © Foto: dpa
dpa / 03.03.2017, 18:12 Uhr
Berlin (dpa) Ein Euro mehr pro Stunde - für Check-in-Mitarbeiter und Flugzeug-Entlader wäre das ein kräftiger Aufschlag. Die Arbeitgeber wollen jedoch nur in Stufen erhöhen. Nun eskaliert der Konflikt. Und so wird es an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld von Mittwoch an wohl erneut zu Streiks des Bodenpersonals und damit zu Flugausfällen kommen. Genau an diesem Tag startet die Internationale Tourismus-Börse (ITB).

"Die Arbeitgeber haben es in der Hand, den Streik zu stoppen", hieß es von der Gewerkschaft am Freitag. Man sei an einer Verhandlungslösung interessiert, die Situation sei aber angespannt. Der Ausstand werde einen halben Tag vorher angekündigt, kündigte Ver.di an. Sollten die Arbeitgeber Streikbrecher organisieren, könnten die Kollegen aber auch unangekündigt die Arbeit ruhen lassen. Bei zwei Warnstreiks waren in den vergangenen Wochen Hunderte Flüge ausgefallen.

Die Arbeitgeber reagierten mit Bedauern auf das Votum der Gewerkschaftsmitglieder, von denen Freitag 98,6 Prozent für den Streik stimmten. "Unser Ziel bleibt, eine für beide Seiten abbildbare Lösung am Verhandlungstisch zu finden", sagte ein Sprecher des Forums der Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg. Er erinnerte daran, dass die Unternehmen in Berlin sämtlich rote Zahlen schrieben. Schon jetzt erhielten die Beschäftigten in Berlin und Brandenburg bundesweit die höchsten Löhne der Branche.

"Die Beschäftigten in den Bodenverkehrsdiensten leisten täglich harte und sicherheitsrelevante Arbeit im Schichtdienst, in einem risikoreichen Umfeld, dennoch wird ihre Arbeit nicht angemessen entlohnt", meinte dagegen Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle.

Ver.di fordert bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten ein Euro mehr pro Stunde. Die Beschäftigten beim Check-in, beim Be- und Entladen der Flugzeuge und anderen Arbeiten auf dem Vorfeld erhielten derzeit etwa elf Euro pro Stunde. Die Arbeitgeber boten zuletzt die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen an - jedoch bei einer Laufzeit von vier Jahren.

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