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Der Erkneraner Männerchor "Harmonie" sorgt im Hof des Heimatmuseums für gute Laune. Rund 400 Gäste lauschen den Tönen und singen mit.

Pfingstkonzert
Sänger sorgen am Sonnenluch für super Stimmung

Marion Thomas / 10.06.2019, 21:43 Uhr - Aktualisiert 11.06.2019, 08:03
Erkner (MOZ) Seit 33 Jahren singt Jürgen Damaschke im Männerchor, ist seit 28 Jahren Vereinsvorsitzender und hat manche Story im Köcher. Doch eins wiederholt sich zu Pfingsten Jahr für Jahr: "Schon Tage vorher schauen wir bange gen Himmel." Er habe schon Sturm und Regen überstanden, ein Jahr wurde sogar Glühwein ausgeschenkt. "Aber meistens hatten wir Glück, und es begann erst zu regnen, als der letzte Ton verklungen war."

Der Männerchor "Harmonie" besteht 135 Jahre, Pfingstkonzerte haben Tradition – am Sonntag erklang das 68. Mal, unter Leitung von Dirigent Matthias Golla. Einst fanden sie auf den Löcknitz-Terrassen statt, später im Volkshaus Neu Zittau. Mit Eröffnung des Heimatmuseums kehrte der Chor nach Erkner zurück. "Tradition und Brauchtum müssen gepflegt werden", betont Prof. Wilhelm Berner, der am Einlass steht. Nachwuchs werde gesucht, von rund 80 Vereinsmitgliedern sind nur noch 23 als Sänger aktiv, ergänzt Damaschke. Seit zehn Jahren gibt es eine Kooperation mit dem Berliner Polizeichor, seit 1983 unterstützt die Rüdersdorfer Bergkapelle das Sangesfest. Das Repertoire ist breit gefächert, zum Abschluss singt stets der ganze Garten die "Märkische Heide".  Mit dabei auch Erkners Bürgermeister Henryk Pilz: "Schönes Wetter, gute Laune, da ist man gern hier, weil es zu Erkner dazugehört."

Viele Stammgäste

Es gibt nur wenige unter den rund 400 Gästen am Sonnenluch, die zum ersten Mal "Harmonie" erleben. Pfingstsonntag ohne dieses Konzert sei nur halb so schön, meinen die Freunde um Benita und Rolf Steinbrecher. Das Ehepaar aus Erkner saß schon kurz vor acht Uhr im Garten, um Plätze zu reservieren. Ihr Freundeskreis besteht gut 30 Jahre, war früher im Kegelklub Karolinenhof. "Heute sind wir nicht mehr so sportlich", erzählt Bärbel Lindenlaub und lacht: "Aber wir treffen uns jeden Sonntag zum Stammtisch." Sie kommen aus Eichwalde und Schmöckwitz, Erkner oder Hirschgarten – und haben vor Jahren das Pfingstkonzert für sich entdeckt. "Der wunderschöne Garten, die Musik, die Stimmung, das ist einfach toll", schwärmt Ingrid Puttkammer und erzählt, dass sie auch schon im Regen zur Chormusik getanzt hätten.

Einige Tische weiter sitzt Renate Koscholke und singt fröhlich mit. "Seit Jahren komme ich gern hierher. Damals hatten uns Freunde mitgenommen, der Mann singt im Chor." Und dann fügt sie schmunzelnd hinzu: "Ich würde ja auch gern da singen, doch es ist halt ein Männerchor. Naja, so musste mein Sohn ran – sie brauchten einen Bass."

Und dann finden sich doch noch zwei Neulinge unter den Besuchern: Edith Manske und Dr. Wilfried Pröger aus Woltersdorf. "Wir wollten schon immer mal herkommen, doch meist waren wir mit Familie und Freunden anderweitig unterwegs. In diesem Jahr hat es endlich mal geklappt", erzählen sie und auch, dass sie diese Musik liebten. "Ich habe vor Jahren selbst einen Chor geleitet", sagt Dr. Pröger, doch nun spiele leider die Gesundheit nicht mehr mit. Aber fröhlich mitsingen kann er noch immer.

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Edith Manske Sonnenluch Wilfried Pröger Männerchor Vereinsvorsitzende

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