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Unwetterschäden
Sturmopfer in Lebensgefahr

Kerstin Unger / 13.06.2019, 21:29 Uhr - Aktualisiert 14.06.2019, 07:27
Angermünde (MOZ) Nach dem Gewitter in der Nacht zum Mittwoch folgte am Abend der Sturm. Okanböen haben in der Uckermark schlimme Spuren hinterlassen. Schwedt und Umgebung traf es besonders hart.

Auf dem Weg zwischen Oder-Center und Bahnübergang waren zwei Radfahrer unterwegs, als der Sturm kurz nach 19 Uhr einen großen Ast einer Kastanie genau über ihnen herunterkrachen ließ. Der 30-jährige Mann und die 31-jährige Frau wurden getroffen. Beide erlitten lebensgefährliche Verletzungen an der Wirbelsäule. Die Frau wurde ins Unfallkinikum nach Berlin geflogen, der Mann wurde gestern in Schwedt operiert.

Der Sturm hat innerhalb einer halben Stunde rund 80 Bäume in Schwedt entwurzelt. Schwerpunkte waren der Hafen, wo die Dächer von zwei Lagerhallen abgedeckt wurden und weitere Verletzte zu beklagen waren, das Marchlewskiviertel, in dem gut 50 Bäume entwurzelt wurden, sowie Meyenburg, wo Schäden an Häusern, Dächern und Autos zu beklagen waren.

Die Stadtwerke Schwedt meldeten nach dem Sturm zwei Verletzte auf dem Hafengelände.  Helfer des THW und Studenten, die auf dem Gelände gerade ein Rennen und Zeltcamp für Elektroflitzer vorbereiteten, wurden am Abend von dem Sturm überrascht. Bei dem Versuch, Ausrüstungen vor dem Sturm zu retten, brach sich ein Helfer des THW beide Handgelenke. Ein Student wurde von herumfliegenden Teilen am Kopf getroffen. Die Stadtwerke evakuierten die Aufbau-Teams. Die E-Race, die vom 14. bis 16. Juni mit 300 Studenten geplant war, wurde abgesagt.

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In der Pension Moritz in Meyenburg wurde das frisch gedeckte Dach abgedeckt, benachbarte Häuser hatten Schäden an Hauswänden, Dächern und Solaranlagen. Zu Personenschaden kam es zum Glück in Angermünde nicht. Achtmal wurde die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzzahl war allerdings doppelt so hoch, weil akute Schäden auch ohne Alarmierung schnell beseitigt wurden.

In Mürow wurde durch den Sturm das neue Dach des Speichers am Gutshaus halb abgedeckt. "Wir haben die Bushaltestelle gesperrt und den Eigentümer informiert", berichtet Stadtbrandmeister Jürgen Duckert. Im Friedenspark wüteten die Sturmböen auch im Baumbestand. Dabei ging eine Sitzbank kaputt. Im Gellmersdorf fiel ein Baum auf eine Garage. Der Weg zwischen Stolpe und Gellmersdorf musste zudem gesperrt werden, bis ein Baum vom Weg geräumt war. Auf einem Privatgrundstück in der Pestalozzistraße landete ein Baum auf einem Pkw.

In der Schwedter Straße in Angermünde räumte die Feuerwehr einen Baum von der Straße. Am Donnerstag gingen die Arbeiten hier weiter. Das Grünflächenamt der Stadt kappte mithilfe der Technik einer Fachfirma die Krone einer Kastanie und sperrte dafür zeitweilig die Straße halbseitig ab. Herabfallende Äste und Dachzielgel gab es auch in der Rudolf-Breitscheid-Straße.

Die Freiwillige Feuerwehr im Amt Oder-Welse wurde zu fünf Einsätzen gerufen. Grund waren entwurzelte Bäume oder umgebrochene Bäume, die auf Straßen fielen. Innerhalb einer Stunde hatten die Einsatzkräfte diese beräumt.

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