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Sturmtief "Klaus" hält am Mittwoch und Donnerstag die Freiwilligen Feuerwehren auf Trab. Im Vergleich zu den Nachbarregionen bleiben Folgen aber gering.

Unwetter
Baum fällt auf Windschutzscheibe in Zepernick

Kerstin Ewald / 14.06.2019, 06:45 Uhr
Bernau (MOZ) Sturmtief "Klaus" hat auch im Barnim gewütet. In Zepernick ließen am Mittwoch starke Gewitterböen Äste und Bäume brechen. Zwei Personen fuhren mit ihrem Pkw gegen einen Baum, der sich auf der Bernauer Straße im Gewitter auf die Straße gelegt hatte. Äste durchschlugen die Windschutzscheibe des Wagens. Beide Betroffenen wurden von der Feuerwehr aus ihrer Lage befreit und erlitten Verletzungen. Ein Insasse wurde im Krankenhaus behandelt.

Insgesamt 44 Mal rückten die Feuerwehren im Barnim von vergangenem Mittwoch um 13 Uhr bis zum Donnerstag um 7 Uhr aus, meldete die Regionalleitstelle in Eberswalde. Dort laufen unter 112 alle Notrufe der Region zusammen. In den meisten Fällen holten die Einsatzkräfte Äste und Bäume von den Straßen.

So waren am Donnerstag Abend beispielsweise aufwendigere Räumungsarbeiten in der Bernauer Chaussee in Elisenau nötig. Auch von der Straße L 200 zwischen Biesenthal und Melchow mussten Baumteile von der Straße gezerrt werden. Vereinzelt beschädigten umstürzende Bäume Hausdächer wie beispielsweise in der Ahrensfelder  Rudolf-Breitscheid-Straße. Auch in Ruhlsdorf an der Dorfstraße fiel ein Baumstück auf ein Wohnhaus.

Der Bereich Biesenthal und Melchow kam dennoch recht glimpflich davon, wie Biesenthals Wehrführer Rainer Strempel auf Anfrage mitteilte. Der Sturm sei "kurz, aber heftig" gewesen, so Strempel. 14 Feuerwehrleute  waren dort im Einsatz. Sie mussten im Strandbad Wukensee eine Birke mit einem etwa zehn Meter langen Spalt fällen, die auf den Kiosk zu fallen drohte.

Bernau und die Ortsteile blieben in den vergangenen beiden Nächten weitestgehend verschont. Von den 13 000 Bäumen im Stadtgebiet brachen nur wenige und wurden beräumt. Betroffen war unter anderem der Fahrradweg Bernau-Schönow. Mehr als die Bäume im Stadtgebiet litten aber die an den Überlandstraßen. Bernd Weprajetzky, Baumwart der Straßenmeisterei Biesenthal, untersucht Straßenbäume im Zuständigkeitsgebiet des Landesbetriebes auf Stabilität und Krankheiten wie Pilzbefall. Seiner Meinung nach sind derartige Schäden, wie sie aktuell Sturmtief "Klaus" verursachte, leider unvermeidbar: "Die Alternative wäre, man würde die Bäume komplett absägen."

Bei der S-Bahn und Regionalbahn kam es durch das Gewitter zu zahlreichen Unterbrechungen rund um Berlin.

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