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Fitnessparcours
Klettergerüst für Erwachsene am Europaplatz

Cathleen Meier (vorn) und Mady Wolff von "FFO macht Sport" testen den Calishtenics-Parcours vor dem Gräfin-Dönhoff-Gebäude bei der Eröffnung am Montagmittag.
Cathleen Meier (vorn) und Mady Wolff von "FFO macht Sport" testen den Calishtenics-Parcours vor dem Gräfin-Dönhoff-Gebäude bei der Eröffnung am Montagmittag. © Foto: Winfried Mausolf
Hubertus Rößler / 26.11.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 27.11.2019, 08:10
Frankfurt (Oder) (MOZ) Seit einiger Zeit häufen sich die neugierigen Blicke am Gelände direkt neben der Haltestelle Europaplatz am Gräfin-Dönhoff-Gebäude der Universität Viadrina. Ein großes Gerüst mit Leitern, Sprossen und Stangen sowie mehrere kleinere Geräte wie Barren und eine Handstand-Wand wurden dort aufgebaut. Auch mehrere vermeintliche Fahrrad-Ständer stehen seit neuestem da – es handelt sich dabei allerdings um Dip-Barren.

Doch nicht für Kinder ist der am Montag eröffnete Calisthenics-Parcours gedacht, sondern für Jedermann ab einer Körpergröße von 1,40 Meter. Es handelt sich sozusagen um ein Klettergerüst für Erwachsene, wie einige der umstehenden Studenten bemerken. "Ich finde es bombe, dass es jetzt hier so eine Anlage gibt. Es ist vielleicht gerade ein bisschen kalt, aber im Sommersemester können wir uns dann zwischen den Vorlesungen sportlich betätigen", sagt die 19-jährige Studentin Marie Maler.

Calisthenics (griechisch kalos "schön", "gut" und sthenos "Kraft") sind eine Form des körperlichen Trainings, für die nur das eigene Körpergewicht genutzt wird. "Wir sind sehr glücklich, dass dieses Projekt so schnell realisiert werden konnte", erklärt Gudrun Frey, Präsidentin des Stadtsportbundes (SSB). "Vor zwei Jahren hatten wir überlegt, wo wir eine Fitness-Anlage aufbauen können. Diese konnte dann letztes Jahr an der Oderpromenade eingeweiht werden. Bei der Eröffnung fragte uns ein Sportler, ob wir nicht auch einmal eine Calisthenics-Anlage bauen könnten. Ich hatte mir dies als Vision für den Hinterkopf gemerkt."

Dass es jetzt trotz Verzögerungen aufgrund der Munitionsfreigabe für den 50 Zentimeter tiefen Fallschutz so schnell gegangen sei, verdanke man mehreren Menschen: "Der OB hat das Thema gleich aufgegriffen und auch Tiefbauamtsleiter Frank Herrmann hat sich persönlich sehr stark für das Projekt eingesetzt", berichtet Gudrun Frey. Sie würdigte auch die tatkräftige Unterstützung der Gruppe "FFO macht Sport". "Sie haben bei den Planungen sehr geholfen und sogar ein Modell des Parcours gebaut."

Es sind viele Übungen möglich

Die Initiatorin der Gruppe, Cathleen Meier, berichtet: "Wir freuen uns sehr über die Anlage. Dass es so schnell geht, hätten wir gar nicht erwartet." Ab sofort wollen sich die Sportler jeden Dienstag um 17 Uhr an dem Parcours vor der Uni-Mensa treffen. "Mit den Geräten kann man so viele unterschiedliche Übungen machen, dass wir mehrere Wochen neue Dinge ausprobieren können", sagt die begeisterte Sportlerin. Und Tweeder Witt, der seit einiger Zeit bei "FFO macht Sport" dabei ist, schwärmt von den Calisthenics: "Es ist ein super Angebot. Am besten finde ich, dass es draußen steht und nicht in irgendeiner Halle."

Auch Oberbürgermeister René Wilke freut sich über die Geräte an dem viel frequentierten Standort. "Die Anlage ist eine tolle Bereicherung der Sportlandschaft in Frankfurt. Besonders das Tiefbauamt hat den Aufbau tatkräftig mit unterstützt."

Die Anschaffung und der Aufbau der Sportgeräte wurden wie beim Fitness-Parcours an der Oder von einer Firma aus Polen übernommen. Das gut 9000 Euro teure Projekt des Stadtsportbundes konnte durch das Programm "Integration durch Sport", die Humboldt Societät Frankfurt, die Sparkasse Oder-Spree, die Stadtwerke, das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" und mehr als 70 Frankfurter Einwohner realisiert werden. "Da wir als SSB die Anlage konzipiert haben, sind die Spendengelder komplett in die Geräte geflossen. Wir sind sicher, dass die Calisthenics-Geräte wie schon die Fitness-Geräte an der Oderpromenade sehr gut angenommen werden", sagt Gudrun Frey voller Vorfreude.

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