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Debatte zur falschen Zeit

MOZ-Redakteur Andreas Wendt
MOZ-Redakteur Andreas Wendt © Foto: Knut Leeder
Andreas Wendt / 02.02.2017, 19:48 Uhr
(MOZ) Die Vogelgrippe in Brandenburg ist willkommener Anlass, um sich wieder einmal am Thema Massentierhaltung abzuarbeiten. Deren Gegner sind wenig verwundert, dass selbst Tiere in Mastanlagen vom Virus befallen sind, weil die industrielle Haltung die Tiere anfällig für Krankheiten und Viren macht. Landesbauernpräsident Wendorff hält ihnen entgegen, dass eben die erzwungene Lockerung durch offene Ställe mit Kontakt zur Außenwelt die Gefahr einer Infektion erhöht hat.

Dabei stochern alle im Trüben, denn ob tatsächlich Wildvögel den H5N8-Erreger übertragen haben, ist nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Das FriedrichLoeffler-Institut in Berlin geht zwar davon aus, und spricht bei den bisherigen Funden von der Spitze des Eisbergs, doch Brandenburgs Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig und auch der Landesbauernpräsident warnen vor Panikmache.

Solange aber nicht wirklich klar ist, wie sich das Virus ausbreitet, ist es wenig zielführend, die Debatte über das Für und Wider der Massentierhaltung neu zu entfachen. Im Moment geht es um eiserne Disziplin der Geflügelhalter sowie kompromisslose Kontrollen der Behörden, um durch die Einhaltung der Stallpflicht weitere Schäden, vor allem Tötungen, zu verhindern.

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