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Grüne: Seuchenpolitik des Landes teilweise ungeeignet

Vor dem Eingang zu einer Gänsezuchtanlage werden Fahrzeuge desinfiziert.
Vor dem Eingang zu einer Gänsezuchtanlage werden Fahrzeuge desinfiziert. © Foto: dpa
23.03.2017, 13:06 Uhr
Potsdam (dpa) Nach dem Abebben der Vogelgrippe in Brandenburg stufen die Grüne Landtagfraktion die Seuchenpolitik des Landes als unverhältnismäßig und teils ungeeignet ein. Vor allem die verhängte landesweite Stallpflicht habe die Ausbreitung der Geflügelpest nicht verhindern können, zugleich aber zu einer monatelangen nicht artgerechten Haltung von Tieren geführt, kritisierte der Abgeordnete Benjamin Raschke.

Er verwies auf einen Fall in einer Putenmast in Alt-Zauche, als das H5N8-Virus aus einem Kyritzer Betrieb in die Spreewälder Zucht eingeschleppt wurde und Tausende Tiere getötet werden mussten. Die Seuchenpolitik müsse dringend überarbeitet werden, forderte auch der Fraktionsvorsitzende Axel Vogel. Das Land sollte in Prävention investieren. Zudem sollte von einer landesweiten zu einer risikoorientierten regionalen Stallpflicht gewechselt werden. Auf Bundesebene sollte außerdem die Geflügelpest-Verordnung überarbeitet werden.

Insgesamt wurden von Oktober 2016 bis März 2017 in Brandenburg 27 Geflügelpest-Ausbrüche bei Wildvögeln mit insgesamt 36 infizierten Tieren festgestellt. Das Virus wurde zudem in neun Geflügelzuchtbetrieben entdeckt. Daraufhin mussten 155 000 Tiere getötet wurden.

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