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Ausverkauftes Kleist Forum beim Auftakt der MOZ-Veranstaltungsreihe "Vorsprung durch Wissen" mit Gereon Jörn

Der Mensch als Farbe

Martin Stralau / 28.01.2016, 20:58 Uhr - Aktualisiert 10.10.2016, 13:34
Frankfurt (Oder) (MOZ) Fast 500 Besucher kamen am Mittwochabend zur Premiere der Seminarreihe "Vorsprung durch Wissen", die von der MOZ und der Sparkasse Oder-Spree präsentiert wird. In 90 kurzweiligen Minuten zeigte Kommunikationsexperte Gereon Jörn, wie Menschen besser miteinander klarkommen können.

Rot, blau, grün und gelb - Gereon Jörn teilt die Menschen in Farben ein. Rot sind die Choleriker, blau die Melancholiker, grün die Phlegmatiker und gelb, das ist er selbst: ein Sanguiniker. Man könnte es mit heiterer Optimist übersetzen. Ein enthusiastischer und unterhaltsamer Mensch, und einer, der sagt, was er denkt. Einer wie gemacht für die große Bühne.

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Vorsprung durch Wissen

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Im Kleist Forum fühlt er sich auf selbiger am Mittwochabend sichtlich wohl. Fast 500 Zuschauer sind zu seinem Vortrag mit Eventcharakter gekommen - ausverkauftes Haus. Es ist die Premiere der von der MOZ und Sparkasse Oder-Spree präsentierten Serie "Vorsprung durch Wissen", in der bis November sieben weitere Referenten wie Kabarettist und Autor Florian Schroeder im Kleist Forum über Themen wie Entscheidungsfähigkeit, Körpersprache und Menschenkenntnis sprechen werden.

Um Menschenkenntnis geht es auch Gereon Jörn. Sein Credo: Wer weiß, wie sein Gegenüber tickt, welche Farbe und damit verbundenen Charaktereigenschaften er hat, der kann sich umso besser auf ihn einstellen, umso besser funktioniert das Zusammenleben und umso besser lassen sich Konflikte mit ihm lösen. 90 Minuten erklärt er diese Charakter-Lehre, die auf den griechischen Arzt Hippokrates zurückgeht und die man sich deshalb nicht mitschreiben müsse, und erntet dabei viele ehrliche Lacher. Ein Thema: Der Akt. "Damit hämmern wir Ihnen die Farben rein", sagt Jörn zum Publikum. Und er nennt Beispiele. "Was fragt der vorsichtige, misstrauische und introvertierte Melancholiker nach dem Sex?" Pause und Antwort: "Er will wissen, wo er das nächste Mal drücken muss, damit es besser funktioniert." Und was fragt der dominante, arrogante und extrovertierte Choleriker? "Er fragt nichts, er schläft." Erkennen könne man die Menschen-Typen auch am Händedruck. "Während der blaue Melancholiker nur ganz kurz die Hand reicht, sieht diese Art der Begrüßung bei zwei gelben Sanguinikern von weitem wie ein Vorspiel aus. Sie umarmen sich."

Das Publikum ist begeistert von Gereon Jörn. "Mir hat die Art der Wissensvermittlung gefallen. Einerseits war es ein Vortrag, der auf Wissen basierte, andererseits war das perfekte Unterhaltung", sagt Birk Guse aus Frankfurt. Ob er jetzt weiß, welcher Typ er ist? "Das werde ich zu Hause auswerten, ich habe mir sein Buch gekauft", sagt er. Auch Hannelore Hennig aus Frankfurt ist zufrieden. "Ich bin so ein Mischtyp", hat sie herausgefunden. Und, dass sie nicht so verkehrt liege in ihrer Art, mit Menschen umzugehen. Ines Drewning aus Fürstenwalde ist sich jetzt sicher, welcher Typ bei ihr vorherrschend ist: der grüne - sozial, achtsam und mitfühlend. Das passt. Schließlich arbeitet sie als gerichtliche Betreuerin. Sie wolle das erworbene Wissen aber nicht nur beruflich, sondern auch privat nutzen.

Gereon Jörn findet viele lobende Worte fürs Publikum. "Die Zuhörer waren sehr offen. Frankfurt war in den sieben Jahren, in denen ich das mache, die am zweitbesten besuchte Veranstaltung." Nadin Buschhaus, Chefin der Firma Sprecherhaus, die die Vortragsreihe veranstaltet, ist vor allem vom Kleist Forum angetan. "Ich bin mit dieser Serie in 20 Städten unterwegs, aber so ein tolles Veranstaltungshaus wie Frankfurt hat keine davon."

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