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"Geist ist geil"

Auf Tuchfühlung mit dem Publikum: Markus Hofmann schüttelt einem Gast im Kleist Forum kräftig die Hand.
Auf Tuchfühlung mit dem Publikum: Markus Hofmann schüttelt einem Gast im Kleist Forum kräftig die Hand. © Foto: Winfried Mausolf
Frank Groneberg / 12.05.2016, 16:59 Uhr - Aktualisiert 10.10.2016, 13:33
Frankfurt (Oder) (MOZ) Vor fast ausverkauftem Haus fand am Mittwochabend im Kleist Foprum die vierte Veranstaltung der Reihe "Vorsprung durch Wissen" statt. Präsentiert wird die Reihe von der MOZ und der Sparkasse Oder-Spree.

Was hat Dieter Bohlen mit der Fähigkeit, sich Dinge besser merken zu können, zu tun? Markus Hofmann, führender deutscher Gedächtnisexperte, verblüffte die Gäste der vierten Veranstaltung "Vorsprung durch Wissen" am Mittwochabend ein ums andere Mal mit besonders originellen und wohl von den wenigsten Anwesenden erwarteten Lern- und Merkstrategien. "Gedächtnistraining kann extrem viel Spaß machen", versprach er zur Begrüßung im Kleist Forum. Und löste dieses Versprechen dann immer wieder aufs Neue ein.

Bei der MOZ-Veranstaltungsreihe ging es dieses Mal um Gedächtnis-Training.
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Vorsprung durch Wissen

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Beispiel Bohlen. Unter Hofmanns Leitung installierten die Gäste in ihren Köpfen zehn Briefkästen, in welchen erworbenes Wissen gespeichert und jederzeit wieder abgerufen werden könnte. Zehn Körperzonen stehen dabei für die Briefkästen.Am Beispiel der sieben neuen Weltwunder lernten die Teilnehmer, wie einfach das sein kann. Briefkasten Nummer Drei sind die Oberschenkel. "Stellen Sie sich vor, auf ihrem Oberschenkel sitzt Dieter Bohlen. Wer ist er vor allem? Der größte Macho der Welt." Macho? Da kommt man auf Machu Picchu, die Inka-Ruinenstadt in Peru. Oder Briefkasten Nummer Sechs, das Gesäß: die Chinesische Mauer. Warum sie ausgerechnet in diesem Briefkasten steckt? "Die Mauer teilt die beiden Pobacken."

Das Problem sei heute, so Markus Hofmann, dass Wissen immer weiter nach außen verlagert werde. Telefonnummern seien im Handy gespeichert, es gebe Wikipedia, das Navigationssystem zeige den Weg. Aber: "Wir brauchen ein breites Fundament an Wissen, damit wir kreativ intelligent denken können." Es reiche eben nicht aus, zu wissen, wo etwas nachgeschlagen werden kann. "Wir brauchen eine gewisse Basis an Wissen", betonte er. "Geist ist geil."

Die Gäste im Kleist Forum hatten durchaus viel Spaß. Markus Hofmann agierte nicht nur mit Witz, sondern ließ seine Zuhörer auch körperlich aktiv werden. Wichtig sei es, so betonte er, sein Gehirn zu aktivieren und permanent zu fordern. Und das gehe zum einen mit immer neuen Bewegungsübungen und zum anderen über neue Reize, das Gehirnjogging: "Wer monatelang Sodoku spielt, fordert das Hirn nicht mehr", erklärte er. Denn es schalte auf Autopilot, da die Lösungstechniken immer dieselben seien. "Gehirnjogging ist alles, was neu ist", betonte er. Etwa Reisen, auf denen man neue Kulturen kennenlernt. Oder das Erlernen einer neuen Sprache. Oder ganz einfach auch, die Zahnbürste mal mit der linken statt mit der rechten Hand zu führen.

"Ich kann mir Namen schlecht merken", begründete Rita Fago aus Frankfurt, warum sie ins Kleist Forum gekommen war. Nach diesem Abend wird sie das garantiert besser können.

Am 15. Juni, 19.30 Uhr spricht Norman Alexander über die Fähigkeit, Gedanken zu entschlüsseln. Informationen und Karten unter www.sprecherhaus.de; Telefon 02561 69565170

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