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Bürger langsam in Wahlstimmung

Schön übersichtlich: Kreis-Wahlleiter Michael Buhrke zeigt den Stimmzettel für die Bundestagswahlen
Schön übersichtlich: Kreis-Wahlleiter Michael Buhrke zeigt den Stimmzettel für die Bundestagswahlen © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Ruth Buder / 29.08.2013, 19:11 Uhr
Beeskow (MOZ) In gut drei Wochen finden die Wahlen zum Deutschen Bundestag statt. Die Vorbereitungen hinter den Kulissen der Wahlbehörden laufen ganz ruhig und planmäßig, sagt Kreis-Wahlleiter Michael Buhrke.

Von den rund 200 000 Wahlberechtigten im Wahlkreis 63 (Landkreis Oder-Spree und Frankfurt /Oder) haben die ersten schon von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht - per Briefwahl. "Die ersten Briefe sind schon eingegangen", sagt Michael Buhrke. Der große Ansturm wird erwartet, wenn die Gemeinden ihre Wählerverzeichnisse abgeschlossen haben. "Bis zum 1. September müsste jeder Wahlberechtigte seine Wahlbenachrichtigungskarte im Briefkasten haben", sagt Ulrike Gliese, Buhrkes Stellvertreterin. Wer keine bekomme, sollte sich umgehend an sein Amt oder die Gemeinde wenden, um Fehler im Melderegister auszugleichen. "Wenn die Wahlbenachrichtigungskarten raus sind, dann sind die Leute sensibilisiert, dann geht es richtig los", weiß der Wahlleiter aus Erfahrung.

Wer am 22. September nicht zu Hause ist oder aus einem anderen Grund nicht persönlich sein Wahllokal aufsuchen kann, kann bereits jetzt per Brief wählen. Im Wahlkreis gibt es insgesamt 31 Briefwahllokale - elf beim Kreis-Wahlleiter in Beeskow (Kreisverwaltung), sechs in Frankfurt (Oder), je drei in Eisenhüttenstadt und Fürstenwalde, je zwei in Erkner und Schöneiche, jeweils eins in Brieskow-Finkenheerd, Beeskow, Grünheide und Woltersdorf. 34 000 Briefwahl-Unterlagen wurden an die Wahlbehörden ausgereicht, das müsste reichen, findet Buhrke. Auch bei der Briefwahl gilt: Die Unterlagen müssen bis um 18 Uhr des Wahltages im Wahllokal sein. "Wer sich am Wahltag das Bein bricht, kann noch per Vollmacht bei seiner Wahlbehörde einen Wahlschein beantragen, die Briefunterlagen holen lassen, muss aber selbst dafür sorgen, dass sie noch rechtzeitig ankommen."

Die Stimmzettel für die diesjährigen Bundestagswahlen sind sehr übersichtlich, passen gut in einen Briefumschlag. Was drauf steht, ist mit einem Blick zu erfassen. Links stehen die Namen der sieben Direktkandidaten der einzelnen Parteien, für die die Erststimme abgegeben werden kann. Die Zweitstimme gilt den zwölf Parteien oder Vereinigungen, die auf der rechten Seite gelistet sind. Wer sich unter den Kandidaten bzw. der Partei oder Vereinigung nicht entscheiden kann und kein Kreuz macht, dessen Stimme gilt als ungültig.

320 Wahllokale sind im Wahlkreis zu besetzen - mit mindestens fünf Helfern. Um sicher zu gehen und bei ungeplantem Ausfall nicht in Schwierigkeiten zu kommen, sind die meisten Wahllokale mit sieben Helfern besetzt. Deshalb sei es im Wahlkreis noch nie passiert, dass der erste Wähler zwangsverpflichtet werden müsse, als Wahlhelfer zu agieren, erzählt Buhrke. Das nämlich erlaubt das Gesetz.

Die rund 2200 Wahlhelfer sind sehr häufig Mitarbeiter von Verwaltungen oder Männer und Frauen, die schon jahrelange Erfahrungen haben und für ein Erfrischungsgeld von 21 Euro auf einen freien Sonntag verzichten, um der Demokratie genüge zu tun.

Der Kreiswahlleiter ist zwar ausschließlich für die organisatorisch korrekte Vorbereitung und Durchführung der Wahl zuständig, ermuntert die Bürger aber, ihr Recht auf Mitbestimmung wahrzunehmen und von ihren Einflussmöglichkeiten Gebrauch zu machen. Bei den letzten Bundestagswahlen sind im Kreis 66,8 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen gegangen.

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