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An(ge)kommen
Eine Wohnung zwischen Wald und See

Seit gut einem Jahr in Storkow zu Hause: Tina und Peter Hartmann mit ihrem 14 Monate alten Sohn Peter Alexander im Wohnzimmer ihrer Mietwohnung im Stadtteil Karlslust
Seit gut einem Jahr in Storkow zu Hause: Tina und Peter Hartmann mit ihrem 14 Monate alten Sohn Peter Alexander im Wohnzimmer ihrer Mietwohnung im Stadtteil Karlslust © Foto: MOZ/Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 20.12.2018, 08:00 Uhr
Storkow (MOZ) Es gibt viele gute Gründe, nach Brandenburg zurückzukehren oder als Zuzügler ein neues Leben zwischen Prignitz, Uckermark, Fläming und Lausitz zu beginnen. In unserer Serie stellen wir Menschen vor, die im märkischen Land angekommen sind.

Nein, hundertprozentig freiwillig ausgesucht hat er sich seine neue Heimat nicht. Peter Hartmann ist Major bei der Bundeswehr, und die Höhe seines Dienstgrades bringt es mit sich, dass er immer wieder seinen Einsatzort wechseln muss. Aus Bonn verschlug es ihn im April 2017 in die Kurmark-Kaserne in Storkow (Oder-Spree), wo das Informationstechnikbataillon 381 ansässig ist.

Als Kompaniechef ist der 34-Jährige dort Vorgesetzter von 131 Soldaten. Und doch sagte ihm Storkow von vorneherein zu. Er hätte auch nach Ulm (Baden-Württemberg) oder ins niederländische Eindhoven wechseln können. „Aber ich habe mich für Storkow entschieden“, sagt er.

Allerdings habe diese Wahl eher pragmatische Gründe gehabt. Peter Hartmann stammt aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern), seine Frau Tina aus dem sächsischen Chemnitz. „Da sind wir in Storkow jetzt ungefähr in der Mitte, und außerdem ist es nicht weit nach Berlin“, erläutert der Major. Gekannt habe er die Kleinstadt vorher nicht. Zunächst bezog Peter Hartmann ein kleines Apartment auf dem Kasernen-Gelände, ein halbes Jahr später folgte seine Frau, die in der Tourismusbranche arbeitet und dies überwiegend von zu Hause aus erledigen kann, ihm nach. Endlich hatte das Paar eine gemeinsame Bleibe gefunden. „Die Wohnungssuche war deutlich schwieriger, als ich das erwartet hatte“, sagt Peter Hartmann. Eigentlich sollte es eine Vierraumwohnung sein, nun sind es drei Zimmer im Wohnpark Karlslust.

Doch das Ehepaar ist zufrieden dort. Hinter dem Haus beginnt der Wald, auf der anderen Seite sind es nur 400 Meter zur Promenade am Storkower See. Auch die Kita „Storkower Strolche“ des Deutschen Roten Kreuzes, die der 14 Monate alte Peter Alexander seit Kurzem besucht, ist nur einen Steinwurf entfernt. Bei der Anmeldung dort machte Tina Hartmann ganz andere Erfahrungen als bei der Wohnungssuche. „Das war total entspannt. Ich bin dort einfach mal hingegangen und hatte sofort die Zusage für einen Betreuungsplatz“, erzählt die 35-Jährige.

Auch sonst erlebt sie Storkow als familienfreundliche Stadt. „Im Eltern-Kind-Zentrum war ich beim Schwangerenfrühstück. So etwas gab es in Bonn nicht“, sagt sie. Peter Hartmann gefällt das kulturelle Angebot in der Stadt mit Ausstellungen auf der Burg oder dem Weihnachtsmarkt vor eineinhalb Wochen. Wie es weitergeht, ist für die junge Familie indes völlig offen. Vermutlich im Herbst nächsten Jahres wird Peter Hartmann wieder versetzt. „Ich hoffe aber, dass ich noch ein halbes Jahr länger hier bleiben kann“, sagt er. Wenn es nach ihm geht, befindet sich sein nächster Dienstort in Berlin. „Dann würden wir vermutlich in Storkow wohnen bleiben“, sagt er. „Eigentlich war ich immer der Großstadt zugeneigt. Aber wenn man eine Familie gegründet hat, änder sich da etwas.“

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