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Jubiläum
Kita feiert 70-jähriges Bestehen

Feiern bunte Jubiläumsparty: Die Kita Storchennest in Altlandsberg feierte ein großes Familienfest mit den Kindern der polnischen Partnerkita "Misia Uszatka", den Eltern der Kitakindern sowie Erziehern, Sponsoren und Gästen. Kitaleiterin Margit Förster bedankte sich bei allen Helfern.
Feiern bunte Jubiläumsparty: Die Kita Storchennest in Altlandsberg feierte ein großes Familienfest mit den Kindern der polnischen Partnerkita "Misia Uszatka", den Eltern der Kitakindern sowie Erziehern, Sponsoren und Gästen. Kitaleiterin Margit Förster bedankte sich bei allen Helfern. © Foto: Annika Funk/MOZ
Annika Funk / 14.05.2019, 07:00 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Wenn ihr bei uns seid, dann kann es nur schön werden", begrüßte Margit Förster, Leiterin der Kita Storchennest, die zahlreichen Gäste bei dem großen Familienfest zum 70-jährigen Jubiläum der Einrichtung in Altlandsberg.

In diesem Jahr, dem Jubiläumsjahr, fand eine ganze Festwoche statt – mit Ausflug zum Kinderbauernhof, dem alljährlichen Storchenfest, einem Besuch im Puppentheater, zwei Blaulichttagen, an denen die Kinder zahlreiche Informationen von Feuerwehr und Polizei sowie Bärenhospital erhielten, und dem von den Kindern aufgeführten Theaterstück "Die vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi bis hin zum großen Jubiläumsfest.

Monatelang arbeiteten die Kinder mit ihren Erziehern auf diese Festwoche hin und bastelten, so dass der ganze Hof rund um die mittlerweile drei Kitahäuser in der Straße des Friedens bunt geschmückt werden konnte.

Zu Gast waren unter anderem die von den Kindern geschätzten Rentner aus dem benachbarten Seniorenzentrum, die stets zum Kaffee eingeladen werden und immer für ein Geburtstagsständchen zu begeistern sind. Auch die Kinder der polnischen Partnerkita "Misia Uszatka" kamen nach Altlandsberg, um gemeinsam das Jubiläum zu feiern.

Treffen mit polnischer Kita

Bereits seit 2004 gibt es regelmäßige Treffen in Altlandsberg und Krzeszyce. Ob Sportfest, Hexenfest, Musikfest, Dinofest oder Kartoffelfest, die deutschen und polnischen Kinder haben viel Freude an den Begegnungen.

Daher studierten die polnischen Kinder auch einen Tanz für die Storchennest-Kinder ein und sangen ein polnisches Kinderlied, verkleidet als Störche und Frösche. Sie brachten außerdem selbst gebastelte Geschenke mit.

Bei der Begrüßung mit Musik und Tanz und den zahlreichen Danksagungen für die vergangenen Jahre fing es an, zu regnen. Doch das hielt die Gäste nicht ab, den Ehrentag gebührend zu feiern. Der Tag war ein Erlebnis für die Kinder, Erzieher, Eltern, die vielen Freunde, Helfer und Sponsoren. Vor allem aber auch für die ehemaligen Mitarbeiter der Kita.

Auf dem Hof war eine Hüpfburg aufgebaut, es gab Mal- und Bastelaktionen, einen kleinen Flohmarkt sowie ein großes Angebot an Köstlichkeiten. Die Eltern der Kinder haben Kuchen gebacken, die Essensfirma hat Grillwürstchen gesponsert, es gab Zuckerwatte und Arzt Ravindra Gujjula hat Eis für alle spendiert. "1840 gab es die erste Kita in Altlandsberg und wir führen die Tradition nun weiter", betonte Gujjula. Auch ein Raum, der an diesem Tag als Ausstellung diente, erinnert an vergangene Zeiten – mit alten Fotos, Büchern, Stühlen, Dreirädern, Puppenwägen und Schallplatten sowie alten bunten Holzspielfiguren.

Seit mehr als 70 Jahren bringen Eltern nun ihre Kinder in die Kita Storchennest. "Hier ist immer viel Bewegung. Darüber freue ich mich und bedanke mich bei allen", sagte auch Bürgermeister Arno Jaeschke, der Bälle für die Storchennest-Kinder und für die polnische Kita mitgebracht hatte.

Sach- und Geldspenden

Auch eine Gruppe Biker löste Erstaunen aus: Mit lauten Motorgeräuschen kamen sie auf das Gelände gefahren und überreichten der Kitaleiterin Margit Förster eintausend Euro, die sie auf dem Weihnachtsmarkt für die Kita gesammelt hatten. "Auch Biker sind Väter", appellierten sie an die kleinen und großen Gäste. Des Weiteren gratulierten das Jugendrotkreuz, der Heimatverein, der Kita-Ausschuss und viele weitere Personen zu dem Erfolg und überreichten Obststräucher für den Garten, Bücher und zahlreiche andere Geschenke.

Die 70-jährige Kitageschichte ist vor allem von Umzügen und Standortwechseln geprägt: Von der Bernauer Straße in die Buchholzer Straße, weiter in die Karl-Liebknecht-Straße bis hin zu der Straße des Friedens. Bis 2014 gehörte auch der Hort in der Karl-Liebknecht-Straße zu den Aufgaben von Margit Förster. Dieser zog jedoch 2014 in die Klosterstraße um und wird seither getrennt von der Kita geleitet. Der ursprüngliche Hort wird seitdem als Kitabereich genutzt. Im Jahr 2017 erfolgte schließlich auch die Trennung der Kita "Storchennest" mit den drei Häusern in der Straße des Friedens von der "Storchenvilla" in der Karl-Liebknecht-Straße – zu zwei eigenständigen Einrichtungen.

Kita Storchennest und Storchenvilla

Aktuell werden in der Kita "Storchennest" in der Straße des Friedens 167 Kinder zwischen null und sechs Jahren und in der "Storchenvilla" in der zwei Kilometer entfernten Karl-Liebknecht-Straße 75 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren betreut. Margit Förster, die seit 1978 in der Kita arbeitet, ist seit 2002 die Leiterin der Einrichtung und hat in den vergangenen Monaten Simone Müller angelernt, die nun die Leitung der Storchenvilla übernommen hat.⇥afu

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