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Corona
Nassenheider Ortsbeirat macht Kommunalpolitik unter freiem Himmel

Auf Abstand gingen Dirk Wruck, Axel Wagner, André Schild, Katrin Krüger und Andrea Schild (von links) am Dienstag auch bei ihrem Arbeitseinsatz auf dem Volleyballplatz am Dorfgemeinschaftshaus. Als Abstandsmesser nutzten die Kommunalpolitiker die Stiele der Arbeitsgeräte.
Auf Abstand gingen Dirk Wruck, Axel Wagner, André Schild, Katrin Krüger und Andrea Schild (von links) am Dienstag auch bei ihrem Arbeitseinsatz auf dem Volleyballplatz am Dorfgemeinschaftshaus. Als Abstandsmesser nutzten die Kommunalpolitiker die Stiele der Arbeitsgeräte. © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 14.05.2020, 14:16 Uhr - Aktualisiert 14.05.2020, 14:52
Nassenheide (MOZ) Trotz Corona-Pandemie trafen sich die Mitglieder des Nassenheider Ortsbeirates am Dienstagabend, allerdings nur zum Arbeitseinsatz und Gesprächen unter freiem Himmel.

Ist das Dorfgemeinschaftshaus als Tagungsort tabu, dann müssen wir uns eben an einem anderen Ort treffen, um über die Geschicke des Ortes zu beraten. Denn trotz Corona-Pandemie geht das Leben weiter und muss die Zukunft geplant werden, selbst wenn diese Planungen mit einem großen Fragezeichen versehen sind. Das sagten sich die Nassenheider Kommunalpolitiker und kamen am Dienstagabend auf dem Volleyballfeld am Dorfgemeinschaftshaus zusammen. Doch auf Sitzgelegenheiten und Lagerfeuer war verzichtet worden, stattdessen hatten die Mitglieder des Beirates Hacken und Harken mitgebracht. Einerseits, um das Spielfeld von Unkraut zu befreien, anderseits, um anhand der Stiellängen die vorgegebenen Abstandsregelungen einzuhalten. Es war auch keine reguläre Ortsbeiratssitzung, wie Andrea Schild als Chefin des Gremiums betonte, sondern ein Arbeitstreffen mit Anpacken und Gesprächen.

Denn eigentlich hatte der Beirat die Einwohner unter dem Motto "Sauberes Nassenheide" zu einem Frühjahrsputz aufrufen wollen. Doch wegen der Corona-Krise wird der nicht stattfinden, zumindest nicht als Frühjahrs-, vielleicht aber noch als Herbstputz. Da bislang alle Großveranstaltungen bis August mit einem Fragezeichen versehen sind, wird es auch die Sonnenwendfeier nicht geben. Doch haben die Kommunalpolitiker die Hoffnung, dass wenigstens der Weihnachtsmarkt wieder  stattfinden kann. Alle Mittel, die der Ortsbeirat ansonsten für die Unterstützung von öffentlichen Veranstaltungen verwenden kann, sollen jedoch nicht verfallen. "Wir wollen das Geld für die Anschaffung unter anderem von Zelten für Veranstaltungen verwenden", so Andrea Schild. "Die können wir auch im nächsten Jahr gut nutzen, wenn wir wieder zusammenkommen dürfen."

Auf die Zukunft ausgerichtet war denn auch die Haushaltsberatung. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED und die Erarbeitung eines Abfallentsorgungskonzeptes für den Ort in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung stehen oben auf der Liste. Eine Blütenhecke als Blickfang und Abgrenzung zu den Nachbargrundstücken und ein weiterer Pavillon auf dem Gelände am Dorfgemeinschaftshaus, das sind weitere Wünsche. Keinesfalls vergessen wurde der Bau des Spielplatzes in der Waldsiedlung. "Den brauchen wir unbedingt, darauf warten die Kinder dort schon lange", so die einhellige Meinung der Kommunalpolitiker. Ansonsten wollen sie die Zeit bis zur nächsten öffentlichen Sitzung nutzen, um im Ort in Erfahrung zu bringen, was sich die Einwohner an Investitionen noch wünschen und das dann zu einer Liste zusammenfassen.

Ein ebenso wichtiges Thema für die Nassenheider ist die Entsorgung des Laubs der Straßenbäume im Herbst. Favorisiert wird vom Beirat, dass die Anwohner das Laub um die Bäume zusammenharken und die Mitarbeiter des Bauhofes dies dann mit einem Sauger abholen. Wenn möglich, soll dieses Verfahren im gesamten Ort Anwendung finden. Sollte das nicht umsetzbar sein, soll wenigstens ein Kataster angelegt werden, an welchen Straßen beziehungsweise Straßenbäumen das Laub zusammengetragen werden kann.

Eine Containerlösung, wie sie in anderen Ortsteilen des Löwenberger Landes angeboten wird, halten die Kommunalpolitiker in Nassenheide für wenig praktikabel und kaum durchsetzbar.

Alles über das Coronavirus und seine Folgen für Brandenburg und Berlin in unserem Corona-Blog.

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