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Barbara Wussow besucht Klink

Eine Chance für die kleinen Patienten

Im Gespräch: Schauspielerin Barbara Wussow
Im Gespräch: Schauspielerin Barbara Wussow © Foto: Angela Kowalick
Angela Kowalick / 11.12.2013, 07:40 Uhr
Bernau (MOZ) Die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg gGmbH erhielt kürzlich Besuch von ihrer Patin Barbara Wussow. Die bekannte Schauspielerin, bastelte mit den Kindern, sprach mit Eltern und informierte sich über die Klinik, die im Frühjahr 2009 gegründet wurde.

"Ich bin stolz und glücklich, dass sich eine positive Entwicklung zeigt", sagte Wussow. Bereits seit drei Jahren ist sie Patin der Einrichtung, setzt sich seitdem stetig für die Klinik ein. Die Kindernachsorgeklinik ist in mehreren angemieteten Häusern untergebracht, in denen Kinder und deren Familien nach teilweise schweren Operationen und Krankheiten gemeinsam rehabilitiert werden. Die Familien leben in der Regel für vier Wochen in den Klinikwohnungen. Dabei finden nicht nur Physiotherapie und andere notwendige Nachbehandlungen statt. Die kleinen Patienten, die Leukämie, Herz- oder andere schwere Krankheiten haben, können hier gemeinsam mit der Familie in den Alltag zurückfinden und sind dabei ständig unter ärztlicher Kontrolle. In Notfällen ist schnelle Hilfe garantiert, da die Einrichtung eng mit dem Berliner Herzzentrum zusammenarbeitet.

Die Veränderungen, die die Räumlichkeiten seit Barbara Wussows Besuch vor einem Jahr erfahren haben, stimmen die Schauspielerin zuversichtlich. "Was Farbe doch ausmacht," freut sie sich über die nun freundlicher wirkenden Räume. Dennoch hält sie die Unterbringung der Einrichtung für einen auf Dauer unzumutbaren Zustand. Die Häuser der ehemaligen DDR-Regierung sind denkmalgeschützt und können daher nicht so leicht für die Zwecke einer Klinik umgebaut werden. Daher wird es oft zu eng. 26 reguläre Plätze für Kinder und ihre Familien gibt es. Gerade im Sommer müssen weitere Häuser dazu gemietet werden, weil die Nachfrage so hoch ist.

Darum wurde im Sommer beschlossen, dass die Kindernachsorge-Klinik Berlin-Brandenburg nach Strausberg umziehen soll. Dort ist bereits ein Grundstück für den Neubau vorgesehen. Einzig, es mangelt noch am Geld. Auch dafür wirbt Barbara Wussow. Ihr Vater Klausjürgen Wussow war in den 1990er Jahre an der Gründung der Nachsorgeklinik Tannheim im Schwarzwald, die heute erfolgreich arbeitet, maßgeblich beteiligt. In Deutschland gibt es nur fünf dieser Kliniken. Im Osten Deutschlands ist es die kleine Einrichtung in der Waldsiedlung, die seit wenigen Jahren im Aufbau ist, und wie eine Tochter der Tannheim-Klinik große Ziele hat.

Yvonne Foray aus Hohen Neuendorf ist froh, mit ihren beiden jüngsten Kindern hier sein zu können. Der zweieinhalbjährige Guiliano sah noch vor wenigen Wochen ganz anders aus, nachdem er eine achtstündige OP am Herzen überstanden hatte. Heute läuft er bereits wieder fröhlich durch den Raum und lässt sich beim weihnachtlichen Basteln mit Salzteig nur ungern hineinreden. "Es ist immer wieder das Schönste, die Entwicklung der Kinder in den vier Wochen zu sehen", erzählt eine Mitarbeiterin der Einrichtung. Es gäbe aber auch Kinder mit schwersten Behinderungen, die nie wieder richtig gesund würden, resümiert Barbara Wussow: "Aber diese Kinder hier haben die Chance, wieder gesund zu werden."

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