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Schwedter Stadtführung besucht russische Stadt Tuapse / Gegenbesuch im September verabredet

Städtepartnerschaft
Brot und Salz im Kaukasus

Michael Dietrich / 17.08.2018, 20:45 Uhr
(MOZ) Schwedt. Mit den sprichwörtlicher russischen Gastfreundschaft hat die Stadt Tuapse die Stadtführung von Schwedt begrüßt. Bürgermeister Polzehl und Vorsitzende der Stadtverordneten Höppner berichten nach der Reise in den Kaukasus von sehr interessierten und aufgeschlossenen Gastgebern.

„Angesichts der aktuellen politischen Diskussionen und dem angespannten Verhältnis von Russland und Deutschland war es für mich das Wichtigste dieser Reise, dass sich Vertreter aus zwei Städten beider Länder, also auf der untersten politischen Ebene, treffen und kennenlernen. Das kann nur von Vorteil sein, wenn Menschen private Kontakte knüpfen und über Zusammenarbeit sprechen“, sagte Hans-Joachim Höppner (CDU), Vorsitzender der Schwedter Stadtverordnetenversammlung nach der dreitägigen offiziellen Besuchsreise ans Schwarze Meer. Er und Bürgermeister Jürgen Polzehl waren in Begleitung einer Dolmetscherin am vergangenen Donnerstag über Moskau nach Sotschi geflogen und dort mit dem Auto nach Tuapse abgeholt worden. Sie trafen in der 63 000 Einwohner großen Hafen- und Raffineriestadt mit Bürgermeister Zwerew Wladimir Konstantinowitsch und dem Vorsitzenden des Stadtrats von Tuapse, Starodubzew Wladimir Wladimirowitsch zusammen, erlebten Kulturprogramme, eine Stadtführung, legten Blumen an einem Denkmal für die „Stadt des militärischen Ruhmes“ nieder. Dieser Titel ist eine Auszeichnung von Präsident Wladimir Putin für die heldenhafte Abwehr der Belagerung der Stadt durch die Deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

„Wir sind in Tuapse auf sehr interessierte und aufgeschlossene Partner gestoßen und haben uns wirklich sehr wohl gefühlt“, sagte Bürgermeister Jürgen Polzehl nach der Reise. Ein wenig habe er sich auch an DDR-Zeiten erinnert gefühlt, gestand Polzehl ehrlich, war aber voll des Lobes über die Herzlichkeit und das ernsthafte Interesse der Gastgeber an einer Zusammenarbeit mit Schwedt. Die Vertreter von Tuapse nahmen die Einladung von Polzehl zum Gegenbesuch dankend an. Er ist Mitte September im Anschluss an die feierliche Unterzeichnung des Städtepartnerschaftsvertrages in Berlin geplant.

Untergebracht war die deutsche Delegation im  Hotel „Karavelle“, dem modernsten der Stadt in der Nähe des Strandes. „Klar sind wir auch mal ins Schwarze Meer gesprungen“, verriet Hans-Joachim Höppner. Auf dem Besuchsprogramm standen ein Kulturprogramm mit Tänzen und einer Aufführung eines Kammerorchesters im Kinotheater, die offizielle Abstimmung des Partnerschaftsvertrages in der Stadtverwaltung, die Besichtigung der Küstenfelsen von Tuapse, einer Aussichtsplattform am Hafen und mehrere offizielle und persönliche Einladungen zu Mittag- und Abendessen. „Natürlich kommt man dabei auch nicht um die eine oder andere Einladung zum Anstoßen mit Wodka herum“, berichtet Jürgen Polzehl, „das gehört dazu und wir haben das ganz standhaft gemeistert.“

Mit dem russischen Städtepartner wurden vorerst Projekte und Zusammenarbeit auf kulturellem Gebiet vereinbart. So sollen Schulen in Tuapse die Einladung zur Teilnahme am nächsten Internationalen Zeichenwettbewerb in Schwedt erhalten.

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Springen Jürgen Polzehl Gegenbesuch Wladimir Putin Tourismus in Brandenburg

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