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Erneut «Zika»-Sprechchöre gegen US-Torhüterin Hope Solo

US-Keeperin Hope Solo ist mit ihren Warnungen vor dem Zika-Virus via Twitter in ein Fettnäpfchen getreten.
US-Keeperin Hope Solo ist mit ihren Warnungen vor dem Zika-Virus via Twitter in ein Fettnäpfchen getreten. © Foto: dpa
dpa-infocom / 07.08.2016, 00:34 Uhr - Aktualisiert 07.08.2016, 00:04
Belo Horizonte (dpa) US-Torhüterin Hope Solo hat bei den Olympischen Spielen einen schweren Stand - die Brasilianer verübeln ihr Zika-Warnungen in sozialen Medien.

Auch im zweiten Spiel gegen Frankreich gab es am Samstagabend in Belo Horizonte immer wieder «Zika»-Sprechchöre bei Ballkontakten der 35-Jährigen. Bei einem Abschlag schallte es laut «Ziiiikaaa» durch das Stadion, in dem Deutschland vor zwei Jahren Brasilien im WM-Halbfinale mit 7:1 geschlagen hatte. Ähnlich lief es schon beim 2:0-Auftaktsieg der US-Frauen, als sie Sprechchöre und Buhrufe ertragen musste. So wurde gesungen, als sie einen Ball festhielt: «Ole, ole, Ole, Zika, Zika.» Solo zeigte sich in ihrem 200. Länderspiel davon unbeindruckt und sicherte den 1:0-Erfolg der USA im Duell zweier Medaillenanwärter.

Via Twitter hatte Solo ein Bild veröffentlicht, dass ein ganzes Bett voll von Insektenschutzmitteln für den Olympia-Einsatz zeigt. Ein anderes zeigte sie mit einer Moskito-Schutzmaske über den Kopf. Sie hatte zunächst wegen des von Moskitos übertragenen Virus auch einen Verzicht auf Olympia erwogen - weil sie eine Familie gründen will. Das Virus kann Schädelfehlbildungen bei Babys auslösen. Wegen ihrer Tweets schürte sie aus Sicht vieler Brasilianer unnötige Angst - derzeit gibt es nur wenige Moskitos und kaum neue Zika-Fälle.

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Olympia Hope Solo Rio USA Fußball

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