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29 Kinder reiten unter Turnierbedingungen.

Pferdesport
Im Trabschritt zwischen Freude und Enttäuschung

Konzentriert: Die zehnjährige Sonja Groth (r.) aus Mixdorf während des Zukunftstages auf dem Reiterhof Richter
Konzentriert: Die zehnjährige Sonja Groth (r.) aus Mixdorf während des Zukunftstages auf dem Reiterhof Richter © Foto: Ruth Buder
Ruth Buder / 21.10.2019, 18:30 Uhr
Schneeberg Stolz nimmt Sonja Groth ihre Goldmedaille auf dem Springplatz in Schneeberg entgegen. Die zehnjährige Mixdorferin, die seit fünf Jahren reitet, hat auf ihrem Carlos bei herrlichem Herbstwetter am Sonntag den Schritt-Trab-Wettbewerb gewonnen. Von den Zuschauern, darunter vor allem Eltern, Großeltern und Freunden, gibt es Applaus und freundliche Zurufe. Beim nachfolgenden Springreiten muss das Mädchen jedoch passen. Es lief nicht so gut wie erhofft.

Einmal Turnierluft schnuppern

Freude und Enttäuschung liegen auch bei dieser Sportart oft dicht beieinander. "Das ist nun mal so, aber die Kinder möchten sich messen, wollen wissen, wo sie leistungsmäßig stehen, um sich verbessern und später einmal an Turnieren teilnehmen zu können", sagt Rudolf Richter, Chef des gleichnamigen Reiterhofes in Schneeberg. Deshalb wird seit vergangenem Jahr gemeinsam mit dem Kurmärkischen Reitverein unter Leitung von Diana Beyer ein solcher hofinterner Zukunftstag durchgeführt. "Wir wollen den jungen Altersklassen, also den Drei- bis Elfjährigen, die noch nicht an Turnieren teilnehmen können, prüfungsmäßige Bedingungen mit Wertungsnoten bieten," so Richter.

Der Wettbewerb, an dem 29 Kinder teilnahmen, ist in verschiedene Disziplinen gegliedert. Er beginnt mit der Bodenarbeit, wobei das Pferd unter bestimmten Bedingungen im Parcours zu führen ist. Beim Führzügelwettbewerb sitzt der kleine Reiter auf dem Pferd, während ein älterer, erfahrener Reiter das Pferd an der Leine führt. Beim Schritt und Trab-Wettbewerb  führt der junge Reiter das Pferd erstmals allein vom Sattel aus. "Das ist der Übergang zum selbständigen Reiten", erklärt Richter. Der Höhepunkt ist schließlich das Springreiten, bei dem es vor allem um den Stil beim Überwinden der Hindernisse im Parcours geht.

Die kommende kalte Jahreszeit können die Reiter nun nutzen, um sich auf die im April stattfindende Prüfung um das Reitabzeichen vorzubereiten, das in verschiedenen Leistungsklassen erworben werden kann.

Mit der Auslastung seines seit 1991 bestehenden Reiterhofes ist Richter derweil sehr zufrieden. "Wir sind in allen Kategorien ausgelastet – vom einfachen Reiter bis zum Turnierteilnehmer." Dass es sich beim Reiten um eine elitäre Sportart handelt, weißt der 71-Jährige zurück. Wer reiten möchte, finde immer eine Möglichkeit. Auffällig sei, dass Mütter nicht mehr nur ihre Kinder zum Reiten brächten, sondern zunehmend auch selbst aufs Pferd steigen möchten.

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