Brandenburgs Sozialminister Günter Baaske hat sich bei Landrat Dietmar Schulze ausdrücklich für die Unterstützung bei der Unterbringung von Flüchtlingen bedankt. Nicht überall könne das wünschenswerte Ziel erreicht werden, die Menschen in Wohnungen einziehen zu lassen. In der Uckermark jedoch seien die eingerichteten Trainingswohnungen, in denen die Hilfsbedürftigen lernen, die praktischen Notwendigkeiten des Alltags allein zu bewältigen, ein positives Beispiel. Nach Angaben des Landkreises werden Familien oder auch mehrere Einzelpersonen in leeren Wohnungen untergebracht und eine Zeit lang in Abstimmung mit dem Sozialamt betreut. Man setze bewusst keine Frist, um Erfolge zu erzielen. Bisher habe es keine negativen Erscheinungen gegeben.
"Nur durch Zielstrebigkeit, Offenheit und Klarheit kann es uns gemeinsam gelingen, Unterbringungsmöglichkeiten für Menschen zu finden, die in der Regel aus größter Not zu uns geflohen sind", so der Minister in einem Schreiben an den Landrat. "Und nur dadurch gelingt es uns, Rechtsextremen und Rechtspopulisten, die mit diesem Thema billig auf sich aufmerksam machen wollen, den Wind aus den Segeln zu nehmen."
Das Land Brandenburg hat zusätzliche Mittel in Höhe von fünf Millionen Euro für die Einrichtungen von Flüchtlingsunterkünften zur Verfügung gestellt. Man rechnet damit, dass deren Zahlen weiterhin steigen. Das Geld dient auch dazu, die Unterbringungsqualität zu verbessern.