In dieser Woche erforschten sie die Tierwelt des Lohseschen Teiches, ein kleines Gewässer unweit der Kita. Dazu hatte René Stornebel seinen Kollegen Ole Busch mitgebracht. Er ist Leiter der drei Waldschulen Waldkabinett Schwedt, Fledermaus-Waldschule Reiersdorf und Waldschule Jägerhaus Groß Schönebeck, die zur Oberförsterei Milmersdorf gehören.
Zuerst ging es für die Vierjährigen los in Richtung Tümpel. Schon auf dem Weg gab es für die Kleinen viel zu entdecken, ob den Knallerbsenstrauch, Falläpfel, ein Fallrohr am Haus oder grüne Stachelkastanien am Baum. Die beiden Männer freuten sich über den Entdeckerdrang, blieben hier und da stehen und beantworteten geduldig jede Frage.
Am Wasser angekommen, gab es Bewegungsspiele im Kreis und die Frage an die Mädchen und Jungen, wer denn alles im Lohseschen Teich leben könnte. Spinnen, Fische, Krebse und Frösche, meinten die Knirpse. An einem Gummiexemplar erklärte René Stornebel den Kleinen, woran man einen Wasserfrosch erkennt. Nach einer Belehrung zum Verhalten am Wasser konnten sie sogar ein lebendes Exemplar aus der Nähe betrachten. Ole Busch fing ihn vorsichtig mit der Hand und setze ihn anschließend schnell wieder zurück. "Die Haut darf nicht austrocknen", erklärte er.
Danach kamen die Kescher und Lupengläser zum Einsatz, die die beiden Waldpädagogen mitgebracht hatten. Jedes Kind durfte einmal keschern und die Beute in eine Schüssel mit Wasser entleeren. Die Kita-Kinder staunten, was für Leben darin war. Sie entdeckten Wasserläufer, Süßwasserkrebse Wasserwanzen, Würmer und anderes Getier, das sie mithilfe von Abbildungen auch selbst identifizieren konnten. "Na, ich weiß nicht, ob ich noch mal in einem Teich schwimmen gehe", meinte schmunzelnd die Erzieherin Christina Löhrs. "Bei so viel Leben muss das Wasser in Ordnung sein", beruhigte Ole Busch.
Vorbild für manche Großen
Dass die Zigarettenstummel, die jemand am Ufer weggeworfen hat, nicht ins Wasser gehören, das wussten selbst schon die Kinder. Diese und andere Hinterlassenschaften sammelten sie noch in einem blauen Müllsack ein, nachdem sie sich bei einem fröhlichen Schmetterlingsspiel austoben konnten. "Ihr seid richtige Vorbilder für Erwachsene. Ihr sammelt Müll, obwohl ihr ihn nicht hingeworfen habt", lobte Ole Busch. Die Kita macht solche Aktionen schon seit Jahren, berichteten die Erzieher. Nach dem Abschlusskreis lobten die beiden Männer auch die Wissbegier der Casekower Kinder. Sie machten sich danach auf den Weg zu einem Obstfrühstück in die Kita, und wurden von der Vorschulgruppe beim Erforschen des Teichwassers abgelöst.
René Stornebel, dessen vier Kinder schon größer sind, freute sich auf das Wiedersehen mit den aufgeweckten Mädchen und Jungen. Die Arbeit mit Kindern  wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. "Meine Mutter war hier Kindergärtnerin", verriet er. Und Ole Busch hat bei drei Kindern von drei, vier und sieben Jahren den Trubel praktisch jeden Tag auch zu Hause.