Als wir im Berliner Velodrom ankamen, verbesserte sich meine Stimmung schnell. Ich war überrascht. Kaum ein Platz blieb leer, die Zuschauer waren begeistert. Es war eine tolle Atmosphäre. Meine Eltern und ich saßen im VIP-Bereich, also im Innenbereich der Rennbahn und konnten die Radfahrer genau beobachten.
Unser Tisch befand sich unmittelbar an der Start- und Ziellinie. Wir saßen direkt neben den Fußballlegenden Uwe Seeler und Franz Beckenbauer. Beide gaben den Startschuss an diesem Abend.
Ich war fasziniert von dem, was auf der Rennbahn und in den Zuschauerrängen ablief. Während des Abends verbreitete sich eine unglaubliche Stimmung im Velodrom. Es wurde gejubelt, gepfiffen, geschrien - alles, um die schnellen Sportler anzufeuern.
Ab diesem Augenblick musste ich mir eingestehen, dass der Bahnradsport doch nicht so langweilig ist, wie ich immer dachte. Mir wurde schnell bewusst, dass Radrennen nicht gleich Radrennen ist. Es gibt viele unterschiedliche Disziplinen, wie zum Beispiel Einzel- und Mannschaftssprint, Mannschaftsverfolgung oder das Ausscheidungsfahren.
Angetan war ich vom Rennen der Steher. So etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen. Das Ziel dieses Wettkampfes ist es, im Windschatten eines Motorrades zu fahren.
Besonders fieberte ich bei dem Rennen des Bernauer Sportlers Maximilian Levy mit. Er erreichte den zweiten Platz im Einzelsprint. Gewonnen hat das Rennen der 28-jährige Robert Förstemann.
Zwischen den Wettkämpfen ergab sich für mich die Gelegenheit zu einem kleinen Plausch mit Uwe Seeler und zu einem Foto mit Robert Förstemann.
Mein Fazit dieses Abends lautet: Das Berliner Sechstagerennen ist eine perfekte Mischung aus Weltklassesport, faszinierenden Shows und wirklich sehr guter Gastronomie.