Verantwortlich dafür war Dirigent Urs-Michael Theus, der das Programm zusammengestellt hatte und dafür sorgte, dass das Preußische Kammerorchester sein Publikum unter die südliche Sonne entführte. Zudem zog Mezzosopranistin Christina Baader die Gäste mit ihrer wundervoll klingenden Stimme und den einwandfreien hohen Tönen in ihren Bann. Kein Wunder, ist sie nicht nur Konzert- sondern auch Opernsängerin und international gefragt.
Zu den Überraschungen des Abends gehörte zweifellos die Darbietung der Tänzerin Laura La Risa. In ihrem geblümten Kleid wirbelte sie umher, drehte sich, stieß mit den Füßen auf den Boden und schlug die Kastagnetten im Rhythmus. Flamenco ist ihre Leidenschaft, die sie auch den Schülern ihrer Tanzschule in Berlin vermittelt.
Eine weitere Überraschung des Abends, von der weder Agenturdirektor Jürgen Bischof noch das Orchester wussten, war eine Tanzdarbietung zweier Mitarbeiterinnen der Uckermärkischen Kulturagentur mit drei Steernentänzern. Unter Anleitung von Angela Steer hatten sie seit Anfang Januar eine eigene Choreografie zum spanischen Tanz aus dem Ballett Schwanensee eingeübt. Jürgen Bischof staunte nicht schlecht angesichts der Einlage: "Es war eine wirklich schöne Überraschung."
Zum spanischen Thema gehörten neben spanischen Melodien und Tanz auch Gaumenfreuden, präsentiert vom Hotel Uckermark in Prenzlau. In der Mitte jeden Tisches befand sich eine mit Sangria gefüllte und mit Trinkhalmen versehene Karaffe. Zu späterer Stunde ließen es sich die acht Gäste am Tisch 14 nicht nehmen, die Karaffe durch gleichzeitiges Saugen aus den Halmen zu leeren. Kaum war dies geschehen, zog Tisch 12 nach. Aber nicht nur spanische Getränke, sondern auch ein spanisches Büffet mit Paella, Tortilla, Miesmuscheln und andalusischem Rindsragout schmeckten "vorzüglich", so jedenfalls die einhellige Meinung der Genießer.
Bieder ging es bei diesem Ball keineswegs zu. Schließlich sagt man den Spaniern nach, sie seien temperamentvoll. Und so ließen sich die Gäste von eben diesem Temperament inspirieren. Getanzt wurde anfangs zu Walzer, später wurde es dann lockerer, als Beatrice Sowa und Band bis in die frühen Morgenstunden das Publikum unterhielten. Da wurde dann auch im Kreis getanzt und sogar eine Polonaise war dabei.
Rundum zufrieden und mit der einen oder anderen Melodie im Ohr verabschiedeten sich die Ballgäste dann spätnachts nach Hause.