Etliche Anfragen, die in der Einwohnerfragestunde gestellt wurden oder noch aus der letzten Sitzung zu beantworten waren, passten zur Vorbereitung der Gespräche mit Schwedt. Es ging unter anderem um schnelles Internet und öffentliches WLAN, ein dringend benötigtes Fahrzeug für die Jugendfeuerwehr, die Instandsetzung von Straßen und die Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser.
Viele Maßnahmen müssen warten, weil die hochverschuldete Gemeinde keinen genehmigten Haushalt hat und nur für ganz dringende Dinge Geld ausgegeben werden darf. Schon in  einigen Tagen beginnen die Gespräche mit der Stadt Schwedt, bei denen für Berkholz-Meyenburg fünf Vertreter mit am Tisch sitzen werden. Neben Bürgermeister Gerd Regler sind das Hans-Joachim Bliefert (FDP), Hans-Otto Gerlach (CDU), Frank Düpre (AfD) und Gerhard Dyrba (Einzelperson).
Außerdem wurden bereits Maßnahmen zusammengetragen, die den Einwohnern aus Berkholz-Meyenburg besonders am Herzen liegen und bei den Verhandlungen eine Rolle spielen sollten. Peter Mentag vom Dorfgemeinschaftsverein verwies auf das im vorigen Jahr erstellte Dorf­entwicklungskonzept, das eine Grundlage darstellen könnte. Es enthält unter anderem Vorhaben wie die Nutzung öffentlicher Gebäude, den Erhalt der beiden Feuerwehrstandorte, Angebote für Kinder und Jugendliche, den Ausbau von Verbindungs- und Radwegen, tourismusfördernde Maßnahmen und seniorengerechtes Wohnen. Einiges überschnitt sich mit den Prioritäten, die der Beschlussvorlage beilag.
Auf der Liste standen auch die Beseitigung des Instandhaltungsrückstaus in der Gemeinde, eine bessere Ausstattung der Feuerwehr, der Erhalt der Gemeindehäuser und ein Radweg zwischen Berkholz, Schwedt und Meyenburg. Berkholz-Meyenburg möchte künftig wieder eine Kita haben. Es werden Maßnahmen zur Vermeidung des Durchgangsverkehrs durch Meyenburg als Schwedter Ortsumgehung gefordert. Zudem soll man im künftigen Ortsteil eines Mittelzentrums auch wieder Wohn- und Nutzbauten errichten dürfen, die der Landesentwicklungsplan bisher limitierte. Gewünscht wird zudem ein Kreisverkehr  an der Zützener Kreuzung.
Ines Wilhelm regte außerdem an, die Förderung von Vereinen und der Jugendarbeit mit einem festen Budget zu untersetzen und Steuersätze und Gebühren für einen bestimmten Zeitraum fest­zuschreiben, ebenso wie Zuschüsse für traditionelle Veranstaltungen.
Sylvio Felske waren viele der Forderungen zu schwammig. Er will die Anschaffung eines Feuerwehrautos und eines weiteren Wagens für die Jugendfeuerwehr 2021 sowie eine Festschreibung der Steuern und der Friedhofsgebühr auf zehn Jahre.
Kompromisse nötig
"Wir sind hier nicht bei Wünsch dir was", meinte Gerd Regler. Schwedt habe schon mit anderen Gemeinden verhandelt und wird nicht alles akzeptieren." Man  werde auch Kompromisse machen müssen.
Gerhard Dyrba schlug vor, aus den unabrückbaren Vorschlägen eine Liste zu machen. "Was wir zusätzlich kriegen, ist okay." Er möchte zum Beispiel einen anständigen Containerstandort im Dorf.
Es sei auch wichtig, über Beteiligungsverfahren zu sprechen, meinte Amtsdirektor Detlef Krause, ob es einen Ortsbeirat geben soll oder nicht. Wenn man künftig mitgestalten will, sei das wichtig. Im nichtöffentlichen  Teil der Sitzung wurde dazu weiter diskutiert.