Derzeit beginnt eine technologieoffene Ausschreibung. Hintergrund ist, dass das Land Brandenburg die Breitbandversorgung im ländlichen Raum fördern will. Ob unterirdisch Kabel verlegt werden oder DSL per Funk zur Verfügung gestellt wird, ist nicht entschieden.
Im Raum Pinnow hat die Telekom Kabel verlegt. Seit vergangener Woche wird dort DSL vermarktet. In der Gemeinde Zichow sollen dagegen wohl zwei kleine Richtfunktürme aufgestellt werden - in Zichow und Golm. "Pinnow hat ein Gewerbegebiet, das konnte ganz anders gefördert werden", erklärt Mittelstädt. "Für unseren Amtsbereich sollen noch 2009 Fördermittel beantragt werden."
Da 90 Prozent der Gesamtkosten für den Ausbau durch das Land gefördert werden, müsse jede Gemeinde zustimmen, den Rest als Eigenanteil zu übernehmen. Laut Mittelstädt liegt dieser bei 4000 Euro. Die Summe müsste für die sogenannte "letzte Meile" der Leitung aufgebracht werden. Nach Gramzow und zwei anderen Gemeiden hat nun auch Zichow für eine Beteiligung gestimmt.
Telekom-Sprecher Georg von Wagner zufolge liege die DSL-Verfügbarkeit im Amt bei mehr als 90 Prozent. Während in Zichow 93,6 Prozent von 200 Haushalten über Breitband verfügten, könnten in Gramzow drei Prozent von 800 Haushalten nicht mit DSL versorgt werden. Laut Vorgaben des Bundeswirtschaftsministeriums müsse für DSL eine Mindestgeschwindigkeit von 384 Kilobit pro Sekunde gewährleistet sein.