Trotz Kälte und vor allem Wind kamen am Sonnabend viele Besucher zum Hoffest des Fördervereins Tabakfabrik Vierraden. Korbflechter Jurk hatte kurzfristig wegen Krankheit absagen müssen. "Schade, dass einige Händler nicht wie abgesprochen zum Hoffest kamen. Sie haben sich nicht einmal gemeldet", war Vereinsvorsitzende Katrin Benkert ein wenig sauer.
Claus Magiera von der Keramikwerkstatt Quarzsprung aus Warnitz heizte seinen Raku-Ofen auf 900 Grad an und einige Gäste nutzten die Gelegenheit, sich aufzuwärmen. Die Schauvorführung der japanischen Brennkunst fand großes Interesse. Die vorgebrannten und glasierten Stücke wurden im Raku-Ofen innerhalb kurzer Zeit hoch geheizt. Dann kamen die noch glühenden Gefäße in einen Topf mit Sägespänen und danach in kaltes Wasser. Durch den Temperaturschock bildet sich das netzartige Rissemuster, das typisch für Raku-Keramik ist. "Einfach toll", ist Karin Biesen begeistert. "Schön, diesen Brennvorgang einmal live zu erleben." Unterstützt wurde Claus Magiera von Mitgliedern des Schwedter Keramik-Klubs IKS. Keramik gab es auch aus Herzsprung, dem Oderbruch und vom PCK-Seniorenverein.
Viele Interessenten zog es in die Kelleretage, wo Mitglieder des Malkreises Franz Nolde ihre Bilder ausstellten. Viel Beifall gab es für die Polder Ghosts, die trotz Kälte einige Tänze zeigten. Nach den Führungen schwärmten die Besucher vom Ambiente des fünfgeschossigen Tabakspeichers. Architekt Klaus Hirsch konnte berichten, dass derzeit in der Villa die Sanitäranlagen gebaut werden. Ohlbrechts Blumenland bot Pflanzen, Sträucher, Gestecke und Blumen an.