So heißt auch ein soeben neu erschienenes Buch über den Schwedter DDR-Alltag. In der Reihe "Weißt du noch?" des Herkules-Verlages erinnert die Journalistin und Autorin Andrea Weil an diesen Alltag in Form von Anekdoten und Geschichten. Darunter der Spielplatz Schlossruine, das Waldbad Marke Eigenbau und die Freude vieler Zugezogener aus der ganzen Republik über moderne Wohnungen mit heiß' Wasser aus der Wand.
Die Geschichten und Episoden auf 83 Seiten sind kurzweilig, mit Fotos illustriert und leben von den Erinnerungen vieler sprudelnder Quellen von Schwedter Bürgern. Die 33-jährige Autorin hatte mit mehr als 30 Schwedtern Interviews geführt und dabei zu den unterschiedlichsten Themen sehr persönliche Erinnerungen erfahren und festgehalten, kombiniert mit Recherchen im Stadtmuseum und -archiv. Die gebürtige Hessin lebt seit 2012 in Schwedt, arbeitete knapp zwei Jahre in der Lokalredaktion der Märkischen Oderzeitung und entschied sich anschließend, in Schwedt zu bleiben, weil "ich Land und Leute mag. Die Stadt ist mir ans Herz gewachsen", sagt sie.
Jetzt erzählt sie die Geschichte der Schwedter, die als Kinder auf der Rampe der Schlossruine Schlitten fuhren, die in der "Holzoper" Boxkämpfe sahen, bei denen die Luft brannte, die sorglos die Kinderwagen mit den schlafenden Babys draußen vor dem Centrum Warenhaus abstellten, während sie einkaufen gingen. Neben lustigen Anekdoten und stolzen Errungenschaften schlägt sie aber auch kritische Töne an, zum Beispiel zum Militärgefängnis. Vor allem aber erinnert sie an eine Geschichte, in der sich viele Schwedter wiederfinden können.
Buchpräsentation "Weißt du noch?" am 4. November um 18 Uhr im Berlischky-Pavillon. Eintritt frei!