Wie UVG-Geschäftsführer Lars Boehme ankündigt, sind keine großen Veränderungen beim Fahrplanwechsel in Sicht. "Jedoch wird es auf einigen Linien Anpassungen geben, so dass der Stadt- und Regionalverkehr weiter optimiert werden kann."
Dringenden Handlungsbedarf sieht Tantow. Manche Einwohner nutzen im Winter den Bus von Tantow nach Schwedt. Zu ihnen gehört Sabine Weber, die zur Arbeit ins PCK muss. "Ab vorigen Winter fährt der Bus um 5.30 Uhr ab Bahnhof Tantow, dann über die Dörfer Radekow, Rosow, Neurochlitz, Staffelde, Mescherin und Geesow", schildert sie. Nach anderthalb Stunden ist Sabine Weber in Schwedt am ZOB, wo sie auf die Stadtlinie wartet, die zum PCK fährt.
"Zwei Stunden für 30 Kilometer, da bin ich in Berlin schneller", sagt sie und bemängelt, dass der Bus 5.30 Uhr ein Rufbus ist. Das Angebot gehe am Bedürfnis der Fahrgäste vorbei. Früher sei der Bus gut gefüllt gewesen. Heutzutage nutzten ihn weniger Leute.
Die UVG erbringt die Fahrleistungen im Auftrag des Landkreises Uckermark und der Stadt Schwedt. Diese beiden Gesellschafter sind die Geldgeber. Jedoch wird es im dünn besiedelten ländlichen Raum für den Verkehrsbetrieb immer schwerer den Kundenwünschen zu entsprechen.
Lars Boehme sagt dazu: "Auf den Dörfern müssen wir sehr individuell auf die Kunden eingehen und persönlich mit ihnen sprechen, damit wir für andere Fahrgäste keine Verschlechterung herbeiführen."
Im Amt Gartz hat es seit dem letzten großen Fahrplanwechsel sogar einen Passagierzuwachs von etwa fünf Prozent gegeben. Die Leute auf dem Land sind auf einen gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Amtsdirektor Frank Gotzmann sagt: "Wir nehmen die Hinweise der Bürger ernst und sprechen mit der UVG regelmäßig darüber." So ein Gespräch zwischen Amt Gartz und Verkehrsbetrieb findet heute in der Amtsverwaltung statt.
Auch bei der Schiene gibt es ab 15. Dezember einen neuen Fahrplan. Den vom Fahrgastverband Pro Bahn seit drei Jahren geforderten Frühzug nach Stettin, der Angermünde 6.32 Uhr verlässt, wird es auch 2014 nicht geben. Ein Zug um genau diese Zeit würde es Berufstätigen und Schülern ermöglichen, dass sie ihre Arbeits- und Lernorte in Stettin rechtzeitig zu 8 Uhr erreichen. Mit dem jetzigen Zug 7.32 Uhr ab Angermünde ist das nicht möglich.
Auf die Forderung von Pro Bahn hat Hans Leister vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg jetzt geantwortet. Er verweist darauf, dass der jetzige Zug mit Abfahrt 7.32 Uhr ab Angermünde nach Stettin erst kurz zuvor aus Prenzlau ankommt.Ohne erhebliche Mehrkosten für zusätzliche Fahrzeuge sei kurzfristig keine Problemlösung in Sicht.
Hans Leister stellt aber in Aussicht: "Zum Dezember 2014 übernimmt die NEB (Niederbarnimer Eisenbahn) den Betrieb der Pendelzüge Angermünde - Schwedt und Angermünde - Prenzlau, so dass ab dann die Abfahrt in Angermünde nach Stettin um etwa 6.35 Uhr erfolgen kann."