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Dax kommt weiter nicht voran

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes.
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes. © Foto: dpa
dpa-infocom / 05.01.2017, 18:45 Uhr - Aktualisiert 05.01.2017, 17:56
Frankfurt/Main (dpa) Der Dax ist am Donnerstag erneut nicht vom Fleck gekommen. Nach der Dezember-Rally und einem starken Jahresauftakt, der den deutschen Leitindex zeitweise noch über die Marke von 11.600 Punkten geschoben hatte, hat die Anleger der Mut verlassen.

Das Börsenbarometer schloss mit plus 0,01 Prozent bei 11.584,94 Punkten. Der MDax, der Index der mittelgroßen Unternehmen, stieg um 0,11 Prozent auf 22.282,17 Zähler. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,16 Prozent auf 1839,03 Punkte nach oben.

Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets sah einen wesentlichen Grund für die Zurückhaltung der Anleger in Sorgen vor einem wieder stärkeren Euro. Dies kann den Export belasten, weil deutsche Waren außerhalb der Eurozone teurer werden. «Die Explosion der chinesischen Währung lässt vermuten, dass die Nachfrage nach dem US-Dollar durch die Kapitalflucht aus der Volksrepublik erst einmal abebben wird.»

Damit steige wiederum die Wahrscheinlichkeit, dass der Euro im Vergleich zum Dollar wieder zulegen werde. Unter anderem hatten erneut starke Wirtschaftsdaten aus China dem Yuan zur Erholung verholfen.

Auch europaweit beendeten die wichtigsten Börsen den Tag fast unverändert. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,03 Prozent auf 3316,47 Punkte. In Paris und London sah es ähnlich aus. In den USA sank der Leitindex Dow Jones zum Handelsschluss in Europa um 0,6 Prozent, während der technologieorientierte Nasdaq 100 um 0,3 Prozent stieg.

Der Euro-Kurs kletterte zugleich wieder auf 1,0600 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am späteren Nachmittag auf 1,0501 (Mittwoch: 1,0437) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9523 (0,9581) Euro.

Die Aktien der Deutschen Bank gaben nach vier Handelstagen mit teils deutlichen Gewinnen wieder nach und verloren 0,79 Prozent. Bis zum Nachmittag hatten sie noch zugelegt und von der Beilegung eines weiteren Rechtsstreits in den USA profitiert. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, denn immerhin sind die Papiere seit Ende September um mehr als 80 Prozent gestiegen. Die Aktien der Deutschen Post profitierten von einem positiven Analystenkommentar und legten um 1,69 Prozent zu.

Linde-Aktien fielen nach verhaltenen Analystenkommentaren um 0,74 Prozent. Eine Abstufung durch das Bankhaus Metzler schickte die Aktien des Anlagenbauers Dürr im MDax auf Talfahrt. Sie büßten 4,47 Prozent ein. Zu den MDax-Spitzenreitern zählten die Papiere von Airbus mit einem Plus von 1,81 Prozent. Hochstufungen der beiden US-Investmentbanken Morgan Stanley und JPMorgan gaben den Aktien des Luft- und Raumfahrtkonzerns Rückenwind.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,07 Prozent am Vortag auf 0,08 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,01 Prozent auf 142,05 Punkte. Der Bund-Future stieg zuletzt um 0,23 Prozent auf 163,66 Punkte.

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