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Gegenwind aus USA sorgt für deutliche Verluste im Dax

Im Schriftzug "DAX" spiegelt sich die große Anzeigetafel mit dem bis dahin erreichten Kursverlauf im Handelssaal der Börse in Frankfurt.
Im Schriftzug "DAX" spiegelt sich die große Anzeigetafel mit dem bis dahin erreichten Kursverlauf im Handelssaal der Börse in Frankfurt. © Foto: Christoph Schmidt/dpa
dpa-infocom / 19.03.2018, 18:29 Uhr - Aktualisiert 19.03.2018, 18:24
Frankfurt/Main (dpa) Der Dax hat am Montag deutliche Verluste erlitten. Zum Handelsende büßte der Dax 1,39 Prozent auf 12.217,02 Punkte ein, womit er nur knapp über seinem kurz davor erreichten Tagestief blieb.

Damit zollte er auch seiner jüngsten Erholung Tribut. Zu den größten Verlierern gehörte Henkel nach Aussagen des Konsumgüterkonzerns zum ersten Quartal.

Neben den deutlichen Kursverlusten insbesondere an der US-Technologiebörse Nasdaq sah Analyst Jasper Lawler vom Broker London Capital Group die Zurückhaltung der Anleger vor der anstehenden Sitzung der amerikanischen Notenbank Fed als Belastung für den Dax. Man wisse nicht, «ob sie Hinweise auf die zusätzliche vierte, vom Markt noch nicht erwartete Zinsanhebung in diesem Jahr bringen wird», ergänzte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

Die Talfahrt an der Nasdaq hinterließ zu Wochenbeginn aber auch beim deutschen Technologiewerte-Index TecDax Spuren: Er büßte 1,08 Prozent auf 2650,85 Zähler ein. Etwas besser als Dax und TecDax hielt sich hingegen der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen, der lediglich um 0,19 Prozent auf 25.577,93 Punkte nachgab.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sackte um 1,24 Prozent auf 3394,79 Punkte ab. Für die nationalen Indizes in Paris und London ging es noch deutlicher bergab. In New York verlor der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende gut 1,3 Prozent, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 sogar um 2,5 Prozent zurückfiel.

Im Dax stachen die Vorzugsaktien von Henkel mit einem Minus von mehr als 2 Prozent negativ heraus. Die Anleger reagierten enttäuscht auf die angekündigten Umsatzrückgänge im Geschäft mit Wasch- und Reinigungsmitteln sowie mit Kosmetikprodukten, welche Henkel mit Lieferschwierigkeiten in Nordamerika begründete.

Derweil hielten sich die Papiere von Munich Re mit minus 0,71 Prozent etwas besser als der Leitindex.

Im MDax waren die Anteilsscheine von Talanx mit fast 2 Prozent Plus einer der Favoriten der Anleger. Der Versicherungskonzern will seine Dividende für das vergangene Jahr deutlicher anheben als von Analysten im Durchschnitt erwartet. Die endgültigen Jahreszahlen und der mäßige Ergebnisausblick ließen die Aktionäre kalt, nachdem das Unternehmen bereits einige Zeit zuvor erste Angaben zur Geschäftsentwicklung 2017 und zum Gewinnziel für 2018 gemacht hatte.

Zahlen legte auch der Wohnungsvermieter Grand City Properties vor, dessen Großaktionär der just in den MDax aufgestiegene Immobilienkonzern Aroundtown ist. Grand City Properties hatte 2017 von steigenden Mieten und einem geringeren Leerstand profitiert. Dennoch verloren die Aktien knapp ein halbes Prozent.

Derweil sorgte der angekündigte Chefwechsel beim Maschinenbauer Gea für Kursgewinne von knapp zweieinhalb Prozent und den Spitzenplatz im MDax. Für die Anleger bedeutet dies allerdings nicht mehr als eine Erholung.

Bei den Technologiewerten zollte die Aktie von RIB Software ihrem Höhenflug Tribut: Sie brach letztlich ungeachtet positiver Analystenkommentare um fast 11 Prozent ein.

Im Blick standen zudem zahlreiche Index-Änderungen der Deutschen Börse. Mit am auffälligsten entwickelten sich die Aktien des auf die Autobranche spezialisierten Maschinenbauers Aumann, der neu im TecDax ist: Sie büßten über 7 Prozent ein.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 139,98 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,03 Prozent auf 158,22 Punkte. Der Euro stieg auf 1,2331 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2309 (Freitag: 1,2301) Dollar festgelegt.

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