Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Landrat Daniel Kurth trifft Touristiker

Besuch
Immer entlang des Finowkanals

Finowkanal bei Eberswalde
Finowkanal bei Eberswalde © Foto: Andreas Gora
Julia Lehmann / 05.12.2018, 20:08 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Stimmung ist so enthusiastisch wie zur Anfangszeit. Touristiker glauben weiter an das Potenzial ihres Finowkanals. Allen voran Landrat Daniel Kurth (SPD), der an einem neuen Plan zur Rettung des Wasserstraße pfeilt. Am Dienstag besuchte er Tourismusvertreter.

Es ist ein erneutes Plädoyer für die Schiffbarkeit des Finowkanals und dem Erhalt einer durchgehenden Wasserstraße zwischen Ostprignitz-Ruppin und der polnischen Grenze. Im Marina Park Eberswalde, ein Domizil für Urlauber entlang des Finowkanals, hatte Landrat Daniel Kurth eine Gesprächsrunde mit Vertretern des Wassertourismus organisiert. Seine fünfte Station an diesem Tag.

Alf Dürre hat noch einiges vor und steckt gleichzeitig mittendrin in seinem Großvorhaben Marina Park Eberswalde. Bis Ende 2019 sollen seinen Gästen 130 Betten in Appartements und Hotelzimmern zur Verfügung stehen, nebst Schwimmbereich, Campingplatz und Bootsanlegestelle. Derzeit entsteht ein kompletter Hotel-Neubau auf dem Gelände direkt am Finowkanal. „Der Bedarf ist da“, sagte Dürre. Unterstützer fand er am Dienstag in Hartmut Ginnow-Merkert, Vorsitzender des Vereins „Unser Finowkanal“, Ole Bemmann, Geschäftsführer der Huckleberry’s Floßstation in Potsdam, sowie Julia Pollok, Leiterin des Win-Projektbüros. Alf Dürre ist ein Paradebeispiel für am Kanal orientierten Tourismus. Gerade deshalb ist für ihn dessen Schiffbarkeit essentiell.

Wie ihm geht es auch anderen Touristikern der Region. Daniel Kurth stattete an diesem Tag auch der Schippelschute MST Touristikflößerei in der Schorfheide, der Marina Oderberg sowie Frank Killermann, Bauunternehmer an der alten Papierfabrik in Eberswalde, einen Besuch ab, ließ sich von ihren Erfahrungen berichten. Einzelne Baumaßnahmen in der Papierfabrik hätten begonnen. Dennoch würden sich Investoren dort fragen: Was ist denn nun?

Als neuer Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg, kurz Win-AG, will sich Kurth dieser Frage nicht mehr nur stellvertretend für den Landkreis widmen. Auch außerdem der Waldstadt spüre er eine Warte- und Er­wartungshaltung. Bei den Betreiberinnen der Triangle Tours in Niederfinow erfuhr Kurth, dass man dort einen klaren Fokus auf den motorisierten Bootstourismus gesetzt hat. Es sei also „nicht ganz richtig“, so der Landrat, dass jeder Besucher des Finowkanals die Bereitschaft und Möglichkeit besitzt, ein Paddelboot oder Kanu zu nutzen und dieses noch dazu über die Schleusen zu tragen, sollten diese schließen.

Daniel Kurth wiederholte damit seine Forderung, die 12 Schleusen entlang des Kanals zu sanieren und schlug gleichzeitig vor, einen neuen Ansatz mit dem Bund zu suchen, der die Pflege der Wasserstraße  und ihrer Schleusen  nur noch bis Ende 2019 unterstützen werde. Auch der Landkreis beteilige sich. Deshalb will Daniel Kurth bis zum Ende dieser Frist eine Lösung gefunden haben. Er versperre sich nicht der Option, private Investoren ins Boot zu holen.

Ihm schwebe eine Priorisierung vor, die den Sanierungsbedarf jeder Schleuse deutlich macht und einzelne Maßnahmen an Bund, Landkreis und Kommunen verteilt. Wichtig sei ein „überschaubarer Anteil“ für die Kommunen. Der Bund allerdings müsse den größten „Klops“ übernehmen, so Kurth. Klare Ermutigung kam vonseiten der Touristiker: Er habe bei seiner Tour durchweg Leute getroffen, „die alle wollen“, so Kurth. Hinter den Kulissen sollen die Gespräche nun weitergehen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG